Zug: Vom Weltrekord-Versuch zum Hilfsprojekt
Aktualisiert

ZugVom Weltrekord-Versuch zum Hilfsprojekt

Zwei Zuger sind im letzten August mitten in die Flutkatastrophe im nordindischen Ladakh geraten. Jetzt helfen sie beim Wiederaufbau mit – mit ungewöhnlichen Reiseangeboten.

von
Martin Erdmann
Statt einen neuen Höhenrekord aufzustellen, half Claude Balsiger den Einheimischen. (Nartin Bissig)

Statt einen neuen Höhenrekord aufzustellen, half Claude Balsiger den Einheimischen. (Nartin Bissig)

Eigentlich wollten Mountainbiker Claude Balsiger und Fotograf Martin Bissig im Himalaya den Mountainbike-Höhen­rekord brechen – stattdessen wurden die beiden Zuger Zeugen zerstörter Existenzen. «Die schwere Flutkatastrophe kostete in Ladakh 167 Menschen das Leben und nahm vielen Einheimischen alles, was sie besassen», sagt Bissig. Zusammen mit seinem Kollegen Balsiger fackelte er nicht lange und half bei den Aufräumarbeiten mit.

Aus dieser spontanen Hilfe ist mittlerweile ein langfristiges Hilfsprojekt entstanden. Um dieses zu unterstützen, bieten die beiden Zuger über ihr Reiseunternehmen Bici Adventure spezielle Trips in die geschundene Region an. Unter dem Motto «Reisen und helfen» können die Touristen aktiv beim Wiederaufbau mithelfen. «Unsere Kunden können zum Beispiel helfen, Dächer zu reparieren oder Felder freizuschaufeln», erklärt Bissig. Das biete einen einmaligen Einblick in die örtliche Kultur.

Ein Teil der Reisekosten kommt ausserdem direkt der Bevölkerung zugute. «Damit unterstützen wir 18 Familien aus abgelegenen Gebieten», sagt Bissig.

www.bici-adventure.ch

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