Vettels Karriere: Vom Wunderkind zum Doppel-Weltmeister
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Vettels KarriereVom Wunderkind zum Doppel-Weltmeister

Mit Rang 3 beim GP von Japan hat Sebastian Vettel alles klar gemacht und sich als jüngster Doppel-Weltmeister in die Geschichtsbücher eingetragen. Ein Rückblick auf seinen Werdegang.

von
mon

Sebastian Vettel ist bereits der jüngste Weltmeister in der Formel 1. Er ist auch der jüngste GP-Sieger, der jüngste Fahrer, der einen Podestplatz einfuhr, sowie der jüngste Pilot, der einen WM-Punkt errang, der ein Rennen anführte und der sich eine Pole-Position sicherte. Und nun ist der Deutsche auch der jüngste Doppel-Weltmeister in der Geschichte der Königsklasse des Motorrennsports. Er ist am heutigen Sonntag mit 24 Jahren und 98 Tagen genau 352 Tage jünger als Fernando Alonso, als dieser 2006 ebenfalls seinen zweiten WM-Titel in Folge feierte.

Dass sich dem im Kanton Thurgau wohnende Vettel dereinst die Möglichkeit bieten würde, sich Formel-1-Doppel-Weltmeister nennen zu können, hatte sich früh abgezeichnet. 2004 entschied er die deutsche Formel BMW mit 18 Siegen in 20 Rennen hochüberlegen für sich. In der Formel-3-Euro-Serie gewann er in der folgenden Saison die Rookie-Wertung und wurde er 2006 Gesamtzweiter.

Formel-1-Debüt für BMW-Sauber

Der Blondschopf machte aber auch auf höchster Ebene von Beginn an von sich reden. Die ersten Duftmarken setzte er bereits vor fünf Jahren als Ersatzfahrer von BMW-Sauber. Bei seinen ersten zwei Auftritten an den ersten Trainingstagen vor den Grands Prix der Türkei und von Italien fuhr er gleich die beste Rundenzeit. Vettel gehört auch zu jenen Piloten in der Formel 1, die ihr Debüt in den Punkterängen beendeten. Als Ersatz für den nach einem schweren Unfall in Kanada rekonvaleszenten Robert Kubica wurde er Mitte Juni 2007 im Grand Prix der USA in Indianapolis Achter.

Es sollte der einzige Renneinsatz für BMW-Sauber bleiben, zumal die schweizerisch-bayerische Equipe auch in der folgenden Saison auf das Duo Nick Heidfeld/Robert Kubica setzte und so für Vettel kein Cockpit frei war. Drei Wochen nach seiner Premiere wechselte Vettel ins Team Toro Rosso, für das er die letzten sieben Grands Prix der Saison bestritt. Er kehrte derart indirekt zu seinem zweiten grossen Förderer zurück. Red Bull, das Toro Rosso als zweiten Rennstall unterhält, prägte Vettels Karriere von Anfang an zusammen mit BMW am stärksten.

In einem Auto von Toro Rosso tat Vettel zur Überraschung aller auch den Schritt zum Grand-Prix-Sieger. Im September 2008 dominierte er von der Pole-Position aus die Prüfung in Monza fast nach Belieben. In den Kreis der Titelanwärter stieg Vettel mit dem vor der Saison 2009 vollzogenen Transfer zu Red Bull auf. Nach Platz 2 im Vorjahr hinter Jenson Button erfüllte er sich den Traum im «zweiten Anlauf» und wurde 2010 jüngster Formel-1-Weltmeister. Nun hat Vettel mit beeindruckender Leichtigkeit nachgedoppelt.

(mon/si)

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