Sophia Grace: Vom Youtube-Clip zur lukrativen Karriere
Publiziert

Sophia GraceVom Youtube-Clip zur lukrativen Karriere

Die 11-jährige Sophia Grace Brownlee mauserte sich von einem Mini-Youtube-Star zur Top-Verdienerin mit Millionengagen. Wie geht das?

von
Katinka Templeton

Sophia Grace Brownlee mit ihrem neuesten Hit «Best Friends». (Quelle: Youtube/SophiaGraceBrownlee)

Über 47 Millionen Mal wurde das Video angeklickt, welches die damals achtjährige Sophia Grace Brownlee und deren fünfjährige Cousine Rosie McClelland beim Rappen von Nicki Minajs Hit «Super Bass» zeigt. Auch Talkshow-Host Ellen DeGeneres sah den Clip und lud die beiden Engländerinnen zu sich in ihre Fernsehsendung ein – und startete so eine lukrative Karriere für Sophia Grace.

Durch ihr Gesangstalent und ihr Faible für pinke Prinzessinnenkleider fiel die heute Elfjährige sofort ins Auge und eroberte im Sturm die Herzen der Fernsehzuschauer, der Internetgemeinde und zahlreicher Firmen, die mit der kleinen Stimmungskanone kräftig Geld scheffeln wollen.

Der Plan geht auf: Drei Jahre nach dem Youtube-Clip kann Sophia Grace auf ein beachtliches Vermögen stolz sein. Für ihren eigenen Film «Sophia Grace & Rosie's Royal Adventure» bekamen die Cousinen 50'000 US-Dollar. Hinzu kommt das Buch «Tea Time with Sophia Grace & Rosie», welches im Februar 2014 sogar auf Platz zwei der «New York Times» Bestsellerliste in der Kategorie Kinderbücher kletterte.

Youtube lässt die Kasse klingeln

Neben Fernsehauftritten, Filmrollen und dem Dasein einer Autorin schafft es Sophia Grace nebenbei auch noch, ihr Gesangstalent zu vermarkten. Das Video zu ihrer ersten Single «Girls just gotta have Fun» wurde über 60 Millionen Mal angeklickt. Sophia Graces neuestes Video «Best Friends» hat nach nur einem Tag bereits über 700'000 Views.

Dass man mit Youtube-Views richtig gut Geld verdienen kann, ist spätestens seit dem Erfolg von Youtube-Stars wie Jenna Marbles oder dem deutschen Comedy-Trio Y-Titty kein Geheimnis mehr. Beide Channels sind zu eingetragenen Marken geworden und deren Betreiber verdienen mit Clips ihr Geld. Brancheninsider gehen laut Leonard Steiger von Vergleich.org von einem Umsatz von etwa drei Franken pro 1000 Klicks aus.

Doch nicht nur die Stars in den Videos verdienen mit dem Rummel um ihre Person. Fest verankert in beiden Clips von Sophia Grace: offensichtlich bezahlte Produktplatzierungen. So profitieren Marken wie Beats by Dr. Dre, die US-Ladenkette K-Mart oder der Spielzeugautohersteller Power Wheels ebenfalls von ihrem Erfolg. Wollen wir nur hoffen, dass die Prinzessin in Miniaturgrösse nicht so wird wie Justin Bieber. Der wurde ja als kleiner Knirps auch auf Youtube entdeckt und macht heute eher mit Strassenrennen und Verhaftungen als mit Musik von sich reden.

Deine Meinung