BAG-Zahlen – Von 451 Geboosterten im Spital sind 11 nicht vorerkrankt
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BAG-ZahlenVon 451 Geboosterten im Spital sind 11 nicht vorerkrankt

Auch Geboosterte können sich mit dem Coronavirus infizieren. Vor schweren Verläufen schützt die dritte Impfung aber offenbar wirksam, wie neue Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit zeigen.

von
Daniel Graf
Christina Pirskanen
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Die Boosterimpfung schützt laut neusten Zahlen des Bundesamts für Gesundheit sehr wirksam vor einer Hospitalisierung. 

Die Boosterimpfung schützt laut neusten Zahlen des Bundesamts für Gesundheit sehr wirksam vor einer Hospitalisierung.

20min/Simon Glauser
Wirtschaftswissenschaftler Reiner Eichenberger fordert eine baldige Aufhebung der Covid-Massnahmen. 

Wirtschaftswissenschaftler Reiner Eichenberger fordert eine baldige Aufhebung der Covid-Massnahmen.

Uni Fribourg
Spätestens, wenn alle, die das wollen, sich haben boostern lassen können, gebe es keine Rechtfertigung mehr für die Einschränkungen, sagt Eichenberger. 

Spätestens, wenn alle, die das wollen, sich haben boostern lassen können, gebe es keine Rechtfertigung mehr für die Einschränkungen, sagt Eichenberger.

20min/Simon Glauser

Darum gehts

  • Bis Montag verzeichnete das BAG 451 Hospitalisierungen nach dreifacher Impfung.

  • Bei elf Personen wurde keine Vorerkrankung diagnostiziert.

  • 406 der 451 Hospitalisierten sind über 60 Jahre alt.

Seit November werden in vielen Kantonen der Schweiz Boosterimpfungen vergeben: Erst an die über 65-Jährigen, seit Anfang Dezember für alle über 16, die das möchten. Aktuelle Zahlen des Bundesamts für Gesundheit zeigen jetzt, wie gut der Booster vor einer Hospitalisierung schützt: Bis am 10. Januar verzeichnete das BAG insgesamt 451 Hospitalisierungen trotz dreifacher Impfung. Lediglich elf Personen, die keine Vorerkrankung hatten, landeten nach dreifacher Impfung im Spital. Bei 19 Personen fehlte die Info über mögliche Vorerkrankungen.

Der Blick auf die Altersverteilung zeigt: Von den 451 Personen waren 406 über 60 Jahre alt, 45 Personen waren 59 oder jünger. Nur vier Personen unter 60 Jahren ohne Vorerkrankungen mussten hospitalisiert werden.

Über 2,5 Millionen geboostert

Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen, zeigt sich erfreut über diese Zahlen: «Wenn wir bedenken, dass bereits über zweieinhalb Millionen Schweizer und Schweizerinnen den Booster erhalten haben, sind 451 Hospitalisierungen sehr wenig.» Man müsse zudem beachten, dass viele Patientinnen und Patienten zwar mit Corona, aber nicht zwingend wegen Corona hospitalisiert würden.

Auch dass die Zahl der Hospitalisierten ohne Vorerkrankungen sehr tief ist, überrascht den Impf-Chef nicht – es zeige, wie gut die Geboosterten jetzt geschützt seien. Zudem seien diese nicht nur vor Hospitalisierungen geschützt, sondern gäben kurzfristig das Virus nur minimal weiter. Aus der Wirtschaft wird deshalb der Ruf nach einer Lockerung der Massnahmen laut.

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