Aktualisiert 13.08.2009 14:14

Ottmar Hitzfeld«Von Bergen wäre eine Alternative»

Der Schweizer Fussballnati-Trainer Ottmar Hitzfeld hat am Tag nach dem Italien-Spiel nicht allzu viel neue Erkenntnisse gewonnen. Er denkt aber über Veränderungen in der Innenverteidigung nach und lobt noch einmal die gestrige Leistung von Goalie Diego Benaglio.

von
Herbie Egli
Basel

Die Nacht war sowohl für Natitrainer Ottmar Hitzfeld wie auch für die Journalisten nicht all zu lang. Am Morgen nach dem 0:0 gegen Italien stellte sich der 60-jährige Lörracher noch einmal den Medien und machte sich im Hinblick auf das WM-Qualifikationsspiel gegen Griechenland in drei Wochen vor allem über die Innenverteidigung Gedanken.

«Sonst muss ich mir andere Lösungen überlegen»

Kopfzerbrechen bereiteten Ottmar Hitzfeld nicht die Abwehrprobleme. Er sprach sie aber noch einmal an und sieht eventuellen Handlungsbedarf. «Man hat gesehen, dass wir im Abwehrbereich grosse Probleme hatten, weil einige Spieler wie Philippe Senderos und Philipp Degen keine Spielpraxis haben. Ich hoffe, dass sie bei ihren Vereinen zum Einsatz kommen, sonst muss ich mir andere Lösungen überlegen», so der Schweizer Nationaltrainer.

Viele Namen, die in Frage kommen, wollte Hitzfeld jedoch nicht nennen. Einen erwähnte er aber explizit: «Steve von Bergen wäre eine Alternative. Er spielt bei Hertha Berlin regelmässig. Sonst wäre es vermutlich ein Innenverteidiger eines Schweizer Klubs, aber da will ich keine Namen nennen», gab sich Hitzfeld bedeckt. Der Schweizer Naticoach erwähnte zwar auch den Namen Mario Eggimann, der beim Griechenlandspiel noch dabei war, «aber er kommt bei Hannover im Moment nicht zum Zug».

«Benaglio war der bessere Weltmeister»

Wie sich gestern im Italien-Spiel gezeigt hat, kann sich die Schweiz aber auf ihren Goalie Diego Benaglio verlassen, wenn der Abwehr Fehler unterlaufen. Mit seinen Paraden hat der Wolfsburger Meistergoalie der Schweiz das Unentschieden gerettet. Ottmar Hitzfeld freut es sehr, dass er einen solchen Goalie in seinen Reihen hat. Ich bin froh, einen deutschen Meister in der Schweizer Nationalmannschaft zu haben. Er war letzte Saison in Deutschland explodiert und gestern im direkten Duell mit Gianluigi Buffon meisterlich. Er musste aber auch mehr Weltklasseparaden zeigen und daher war er der bessere Weltmeister, meinte Hitzfeld mit einem Schmunzeln zum direkten Vergleich.

Die Schweiz hat nun bis zum 5. September spielfrei. Dann steht das wichtige WM-Qualifikationsspiel gegen Griechenland auf dem Programm. Gespielt wird wiederum im St. Jakob-Park in Basel - die Vorbereitung geht zum grössten Teil aber im bewährten Naticamp in Feusisberg über die Bühne.

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