Aktualisiert 11.01.2010 19:53

Fundbüros

Von der Gitarre bis zum herrenlosen Auto

In den Fundbüros beider Basel tummeln sich allerhand Fundgegenstände – nur abgeholt werden sie nicht immer.

von
Jeanne Dutoit

699 Portemonnaies wurden vergangenes Jahr im Fundbüro des Einwohneramtes im Spiegelhof abgegeben. 604 davon wurden von ihren Besitzern wieder zurückgeholt – eine sehr gute Quote. «Heute wird im Vergleich zu früher immer weniger abgeholt – die Leute interessieren sich nicht mehr so stark für ihre persönlichen Sachen», sagt Daniel Boxler, Koordinator des Fundbüros. Dennoch wurden von den 4171 aufgenommenen Gegenständen 2300 vermittelt – ein hoher Anteil. Davon kann Berardino Barbati, Leiter des Fundbüros Baselland, nur träumen: Gerade mal zehn Prozent der Fundstücke konnte er den rechtmäs­sigen Besitzern aushändigen.

Nebst den Klassikern Schlüssel und Schirme wurden im vergangenen Jahr auch immer wieder kuriose Objekte auf den Fundbüros hinterlassen. So befinden sich eine elektrische Gitarre, ein rostiger Säbel und sogar ein herrenloses Auto in den Lagerräumen und werden demnächst auf öffentlichen Ganten versteigert.

«Die schönsten Momente erleben wir dann, wenn sich die Menschen aus ganzem Herzen bei uns bedanken», so Boxler. «Dies war vor ein paar Monaten der Fall, als eine junge Frau ihre verlorenen 5000 Franken bei uns abholen konnte.»

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