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«13 Semester»Von der Provinz in die Studenten-Freiheit

Der Untertitel des Films, «Der frühe Vogel kann mich mal!», sagt eigentlich alles: «13 Semester» ist eine Studentenkomödie. Wobei dies das einzige Uni-Klischee bleibt, das der Film bemüht.

von
Philippe Zweifel

Hauptfigur der Geschichte ist Momo, der nach bestandenem Abitur aus der Provinz frohgemut zum Studium nach Darmstadt zieht. Dort ist er bei der Wohnungssuche ebenso glücklos wie punkto neuer Freundschaften – und auch die Wirtschaftsmathematik hat er sich leichter vorgestellt. Doch dann wendet sich das Blatt. In Bernd, der bereits fünf Semester ohne allzu viel Stress hinter sich gebracht hat, findet er einen ebenso erfahrenen wie chaotischen Mitbewohner und in Kerstin die Frau seiner Träume.

Natürlich fliesst auch ordentlich Wodka und wie es sich für Studenten gehört, wird die eine oder andere Vorlesung verpennt.

Doch im Unterschied zu amerikanischen College-Filmen verzichtet «13 Semester» auf jeglichen Fäkal- und anderen Bad-Taste-Humor. Das Ergebnis ist eine intelligente und ­humorvolle Coming-of-Age-Geschichte.

Und weil der Film, der am Zurich Film Festival begeistert aufgenommen worden war, nicht im Kino lief, darf man wohl auch von einem Geheimtipp sprechen.

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