Mehrere Zehntausend Franken Schaden – Von dieser Betrugsmasche werden Luzerner aktuell reihenweise Opfer
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Mehrere Zehntausend Franken SchadenVon dieser Betrugsmasche werden Luzerner aktuell reihenweise Opfer

Sie geben sich meistens als Bankangestellte aus – und erleichtern ihre Opfer um Tausende Franken. Die Luzerner Polizei warnt jetzt eindringlich zur Vorsicht. Hier erfährst du, wie die Täter vorgehen und wie du dich schützen kannst.

von
Tino Limacher
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Die Luzerner Polizei warnt vor Telefonbetrügern. Seit Jahresbeginn gab es bereits 15 Meldungen. Laut Urs Wigger, Mediensprecher der Luzerner Polizei, befindet man sich wieder in einer Phase, in der es viele Betrugsversuche gibt.  (Symbolbild)

Die Luzerner Polizei warnt vor Telefonbetrügern. Seit Jahresbeginn gab es bereits 15 Meldungen. Laut Urs Wigger, Mediensprecher der Luzerner Polizei, befindet man sich wieder in einer Phase, in der es viele Betrugsversuche gibt. (Symbolbild)

Tamedia AG
Die Betrüger geben sich als Bankangestellte aus und versuchen so an sensible Bankdaten der Opfer zu kommen. (Symbolbild)

Die Betrüger geben sich als Bankangestellte aus und versuchen so an sensible Bankdaten der Opfer zu kommen. (Symbolbild)

Luzerner Polizei
Bereits bei zwei Opfern konnten so mehrere Zehntausend Franken erbeutet werden. (Symbolbild)

Bereits bei zwei Opfern konnten so mehrere Zehntausend Franken erbeutet werden. (Symbolbild)

20min/Marco Zangger

Darum gehts

  • Bereits 15 Meldungen bezüglich Telefonbetrugs gingen bei der Luzerner Polizei seit Jahresbeginn ein. Laut Urs Wigger, Mediensprecher der Luzerner Polizei, befindet man sich wieder in einer Phase, in der es viele Betrugsversuche gibt.

  • Die Betrüger geben sich als Bankangestellte aus und versuchen so, an Bankdaten zu gelangen. Bereits zwei Opfer verloren so mehrere Zehntausend Franken.

  • Die Luzerner Polizei mahnt zur Vorsicht. Verdachtsfälle können unter der Notfallnummer 117 gemeldet werden.

Sie agieren als vermeintliche Bankangestellte und konnten so bei zwei Opfern schon mehrere Zehntausend Franken erbeuten. Bereits 15 Meldungen wegen Telefonbetrügern gingen bei der Luzerner Polizei in diesem Jahr ein. Die Dunkelziffer dürfte sogar höher sein. Deshalb warnt die Polizei jetzt eindringlich vor dieser Betrugsmasche: «Es sind oftmals ältere Personen, welche von den Betrügern geschädigt werden», sagt Urs Wigger, Medienbeauftragter der Luzerner Polizei. Bei Telefonbetrug gebe es auch «Wellenbewegungen»: «Es gibt Phasen mit sehr vielen Meldungen, dann wieder Phasen, in denen es ruhig ist. In den Monaten Dezember 2021 und Januar 2022 hatten wir viele Meldungen», so Wigger weiter.

Täter agieren meistens vom Ausland aus

Das Vorgehen der Betrüger ist einfach und doch effektiv: Sie fragen nach vermeintlichen Buchungen und vermitteln dann das potenzielle Opfer an einen fiktiven Banksachbearbeiter weiter. Dieser versucht dann, an die eigentlichen Bankdaten des Opfers zu kommen, indem Fragen zur angeblich getätigten Buchung gestellt werden. Laut der Luzerner Polizei ging es bei den bisherigen Betrugsfällen um eine Buchung für einen Grossbildschirm eines Elektroanbieters im Wert von mehreren Tausend Franken.

Eine weitere Variante ist, das Opfer direkt an eine falsche Polizei-Nummer weiterzuleiten, um dann vortäuschen zu können, dass das Opfer Anzeige erstatten kann. Auch so versuchen dann die Täter, unter anderem an Bankdaten und Kontostände zu gelangen. Mit verschiedenen Geschichten würden sie ebenfalls versuchen, die Opfer dazu zu bewegen, den Betrügern Geld zu überweisen.

Laut Wigger gestalten sich die Ermittlungen im Bereich des Telefonbetruges sehr schwierig. Denn: «Die Täterschaft arbeitet oftmals mit falschen Telefonnummern oder nicht registrierten Prepaid-Handys aus dem Ausland. Wenn es zu Festnahmen kommt, sind es meistens die sogenannten ‹Läufer›, die bei der Abholung des Deliktguts festgenommen werden», so Wigger.

Das kannst du dagegen tun

Entsprechend hat die Luzerner Polizei nun Ratschläge kommuniziert, wie du die Betrüger entlarven kannst: Grundsätzlich sollst du misstrauisch sein, wenn ein vermeintlicher Bankangestellter anruft. Fragen nach einem Ausweis oder Auskünfte über den genauen Arbeitsort und den Vorgesetzten helfen dabei, Betrügereien frühzeitig aufzudecken. Wichtig ist auch, nach einer Schweizer Festnetznummer für einen Rückruf zu fragen.

Am besten ist es aber, das Telefongespräch gleich zu beenden und bei der entsprechenden Bank nachzufragen, ob es die Mitarbeiterin oder den Mitarbeiter wirklich gibt. Keinesfalls solltest du Auskünfte über deine finanziellen Verhältnisse, Bankkonten, Wertsachen oder vor allem Passwörter machen. Wenn du am Telefon unter Druck gesetzt wirst, solltest du gleich auflegen. Dies mag zwar unhöflich erscheinen, dient aber zu deinem Schutz. Bei Verdacht auf Telefonbetrug kannst du die Notrufnummer 117 wählen.

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