Aktualisiert 20.10.2011 08:19

SVP-MaskottchenVon Dubai bis Toronto – Zottel ist weltberühmt

Zottel wird berühmt. Auf der ganzen Welt berichteten Medien über die Rückkehr des SVP-Maskottchens. Die Entführer selbst brüsten sich mit neuen Fotos.

von
Simona Marty
«Schwarzes Schaf»: Zottel, hier noch in Gefangenschaft.

«Schwarzes Schaf»: Zottel, hier noch in Gefangenschaft.

Zottels Schicksal bewegt die Menschen auf der ganzen Welt. Von Indien über Russland bis nach Kanada: Internationale Medien berichteten über die Rückkehr von Zottel. Der US-Sender ABC beispielsweise titelte: «Goat mascot found after abduction.» Und BBC News schrieb: «Swiss far-right mascot goat found.»

Besitzer und SVP-Nationalrat Ernst Schibli überrascht das grosse Medienecho. «Damit hätte ich nicht gerechnet. Das Interesse an Zottel freut mich aber sehr.» Trotzdem möchte er nicht, dass um seine Geissen nun ein Spektakel entsteht. Aber: «Wer Zottel und Mimu besuchen möchte, darf das, allerdings nur auf Voranmeldung.»

Anzeige auch wegen Tierquälerei

Die Leute von der «Antifaschistischen Aktion», die sich zur Entführung bekannt haben, veröffentlichten gestern neue Fotos von Zottel. Sie zeigen die sich sträubende Ziege mitten in der Nacht, mit den Hörnern an einen Baum angebunden, auf dem geschorenen Fell prangt der Schriftzug «Schwarzes Schaf».

Für Schibli geht dies zu weit. «Ich werde die Entführer neben Diebstahl und Einbruch nun auch wegen Tierquälerei anzeigen», sagt er und zeigt sich entrüstet über die Tatenlosigkeit der Tierschutzvereine: «Sobald eine Kuh zu wenig Platz hat, schreien die Tierschützer auf. Wenn aber eine SVP-Geiss an den Hörnern

angebunden, geschoren und besprayt wird, dann schweigen sie.»

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