Kampagne gegen Impfmuffel - Von Joints bis Donuts – das bekommt man in den USA für die Corona-Impfung
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Kampagne gegen ImpfmuffelVon Joints bis Donuts – das bekommt man in den USA für die Corona-Impfung

Was man in den USA nicht alles für eine Corona-Impfung bekommt: Die Immunisierung, eh klar. Aber eben auch Joints, Hot Dogs, Museumsbesuche und sogar Wertpapiere.

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Ende April haben Aktivisten in New York kostenlos Joints an Corona-Geimpfte verteilt.

Ende April haben Aktivisten in New York kostenlos Joints an Corona-Geimpfte verteilt.

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«Joints for Jabs» hatten die Aktivisten die Aktion betitelt, auf Deutsch etwa «Joints für Impfungen».

«Joints for Jabs» hatten die Aktivisten die Aktion betitelt, auf Deutsch etwa «Joints für Impfungen».

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Für die Aktion in New York hatten Freiwillige etwa 1500 Joints gebaut.

Für die Aktion in New York hatten Freiwillige etwa 1500 Joints gebaut.

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Darum gehts

  • Jeder, der den Nachweis über mindestens eine Corona-Impfspritze vorlegen konnte, bekommt in den USA ein kleines Geschenk.

  • Dabei kann es ein Donut sein oder ein Eintritt ins Museum. In New York und Washington wurden kürzlich sogar Joints verteilt.

  • Damit sollen die Impfmuffel zur Injektion bewegt werden.

Die Zahlen sind besser als erwartet: In den USA sind bereits deutlich mehr als die Hälfte aller Erwachsenen zumindest mit einer ersten Dosis gegen Covid-19 geimpft. Doch der Erfolg der US-Kampagne ist bedroht, denn der Run auf die Mittel lässt nach, das Angebot überstieg zuletzt die Nachfrage. Um Millionen Menschen zur Injektion zu bewegen, locken Firmen, Gruppen und Bundesstaaten deshalb mit vielen Anreizen für Neugeimpfte – auch im eigenen Interesse. Eine Liste.

  • Joints für Spritzen

Auch Marihuana-Aktivisten sind auf den Anreize-Zug aufgesprungen – und nehmen die Kiffer ins Visier. Unter anderem in New York und Washington gab eine Lobby-Gruppe Joints für Geimpfte aus und erhielt damit ebenfalls einige Aufmerksamkeit. Bei der Aktion ging es wie bei so vielen anderen auch nicht nur darum, für die Impfung zu werben, sondern eben auch für sich selbst und die Legalisierung von Cannabis in weiteren Bundesstaaten.

«Das ist das erste Mal, dass wir rumsitzen und legal Joints an Menschen verteilen können», sagte Michael O’Malley, einer der Organisatoren der Aktion «Joints for Jabs» (Joints für Impfungen) auf dem New Yorker Union Square. «Wir unterstützen die Bemühungen der Bundesregierung um die Impfungen. Und wir versuchen auch, sie dazu zu bekommen, Gras landesweit zu legalisieren.» Für die Aktion in New York hatten Freiwillige etwa 1500 Joints gebaut.

  • Donuts und andere Dickmacher

Kein Covid mehr, dafür aber dick werden? Die Donut-Kette Krispy Kreme sorgte zuletzt mit einem gelungenen PR-Gag für Aufsehen: Jeder Geimpfte bekommt mit dem Vorzeigen der eigenen Impfkarte einen Donut kostenlos. Andere Firmen geben sich weniger vollmundig, trotzdem kann man – zumindest in New York – auch einen Käsekuchen oder einen Hot Dog nach dem Impfen abstauben.

  • 100-Dollar-Wertpapier

Den zaghaften jüngeren US-Amerikanern will der Bundesstaat West Virginia mit einer finanziellen Belohnung auf die Sprünge helfen. Die Behörden dort bieten 16- bis 35-Jährigen für eine Corona-Impfung ein Wertpapier in Höhe von 100 US-Dollar (knapp 91 Franken) an. Es gehe darum, diese Bevölkerungsgruppe «wirklich zu motivieren», um die Pandemie gemeinsam zu besiegen, erklärte Gouverneur Jim Justice. Auch bereits geimpfte Jüngere – insgesamt rund 380’000 Menschen – hätten Anspruch auf die Anleihe. Finanziert wird die Belohnung demnach mit Mitteln aus dem jüngst vom US-Kongress verabschiedeten Konjunkturprogramm.

  • Das Naturkundemuseum

Auch das berühmte Naturkundemuseum in New York lockt Impf-Muffel: Direkt unter der berühmten Nachbildung eines Blauwals können Leute ihre Spritze bekommen – und danach das Museum kostenlos besuchen. Denn das renommierte Museum am Central Park ist geöffnet – mit Abstands- und Hygieneregeln sowie eingeschränkter Kapazität. Die fast 30 Meter lange und rund 9,5 Tonnen schwere Blauwal-Nachbildung gehört zu den beliebtesten Ausstellungsstücken.

  • Neue Masken-Freiheit

Als indirekter Anreiz kann auch eine neue Leitlinie der US-Gesundheitsbehörde CDC verstanden werden: Die Behörde nahm die Aufforderung, in der Öffentlichkeit Gesichtsmaske zu tragen, jüngst zurück – allerdings nur für vollständig Geimpfte. Der neuen Masken-Freiheit könnten noch viele weitere Erleichterungen für jene folgen, die sich haben impfen lassen. Zum Beispiel bei Besuchen von öffentlichen Einrichtungen oder Reisen. So sollen immunisierte US-Bewohner im Sommer nach Europa reisen dürfen.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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(DPA/AFP/kle)

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