Aktualisiert 20.10.2011 23:09

MassenfluchtVon Marokko nach Spanien geschwommen

Eine Gruppe von 65 afrikanischen Flüchtlingen hat von Marokko aus schwimmend spanisches Gebiet erreicht. Noch nie schaffte dies eine derart grosse Gruppe.

Wie die spanische Polizei am Donnerstag mitteilte, waren die Afrikaner von der marokkanischen Küste um eine Landzunge herum zu einem Strand in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta geschwommen.

Sie bildeten nach diesen Angaben die grösste Gruppe von Flüchtlingen, die jemals an einem Tag über das Meer in die zu Spanien gehörende Stadt gelangte. 20 weitere Afrikaner wurden von der marokkanischen Polizei festgenommen.

Die spanischen Behörden wiesen darauf hin, dass es in Ceuta seit Jahresbeginn mindestens 14 Massenfluchten dieser Art gegeben habe. Aber noch nie seien so viele Afrikaner zugleich in die Stadt gelangt.

Ceuta (76 000 Einwohner) liegt an der nordafrikanischen Küste gegenüber von Gibraltar. Befestigte Grenzanlagen trennen das Stadtgebiet vom marokkanischen Territorium.

Insgesamt ist der Zustrom afrikanischer Flüchtlinge nach Spanien in letzter Zeit stark zurückgegangen. Die Ursache liegt vor allem in der hohen Arbeitslosigkeit in Spanien.

(sda)

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