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Miss-Wahl ohne SRGVon Miss «Aldi» bis Miss «Dolder Grand»

Die SRG zieht der Miss-Schweiz-Wahl den Stecker. Doch wie geht es weiter? Für den Wettbewerb der Schönsten gibt es verschiedene - wenn auch nicht allzu vielversprechende - Optionen.

von
Bettina Bendiner

Nie wieder weint eine frischgekürte Miss Schweiz im staatlichen Live-TV. Die SRG will nach vielen Jahren nichts mehr von der Schönheitskönigin wissen – und kippte die Show am Freitag, 30. September 2011 aus dem Programm. Was für Ex-Miss-Schweiz Kerstin Cook «ein Skandal» ist, war für andere längst überfällig. Dem zarten Damen weht ein eisiger Wind entgegen – wohin sie dieser bläst? Das ist zurzeit unklar.

Show kostet rund eine Million Franken

Christoph Locher, Chef der Miss-Schweiz-Organisation und sein Team überlegen, diskutieren und wägen ab, wo die Reise hingehen soll. «Es ist alles möglich, wir prüfen sämtliche Optionen», sagt er zu 20 Minuten Online. Und: «Es geht nicht darum, die Wahl um jeden Preis ins Fernsehen zu bringen. Der Rahmen muss einfach stimmen», ergänzt Locher. Dieser Rahmen ist teuer. Experten schätzen die Kosten der Schönheitsshow auf rund eine Million Franken. Die Hälfte finanzierte die SRG angeblich mit Gebührengeldern, die andere Hälfte kam aus Miss-Schweiz-spezifischem Sponsoring, Werbung und den Einnahmen aus dem Televoting.

Die Fernsehshow ist nicht nur eine Frage des Kanals, sondern vor allem der Finanzierung. Anders als in Deutschland oder Italien verdienen sich Schweizer Privatsender wie 3+ noch keine goldene Nase. Für die «Kleinen» bleibt nicht viel übrig. Mindestens 500 000 Franken – und ein paar gute Ideen – wären laut Insidern nötig, um die Show ohne grosse Qualitätseinbussen im Privatfernsehen zu zeigen. Ob ein Sender wie 3+ diese Summe aufbringen könnte bzw. ob die Miss-Schweiz-Sponsoren mitmachen würden, ist zurzeit schwierig einzuschätzen.

Ist Alina die letzte Miss?

Und ob die halbe Million reicht, steht sowieso in den Sternen. Das Defilee der Eitelkeiten könnte auch als Casting-Show à la «Germany's Next Topmodel» über den Bildschirm flimmern. Ob das der Marke Miss, die nach wie vor exklusiv und nicht ganz von dieser Welt sein soll, entgegen kommt, bleibt zu diskutieren. Dem käme schon die Planung einer hochexklusiven Krönung im kleinen, edlen Kreis näher. Das wäre auch eine Option: Die Miss Schweiz unter Ausschluss der gemeinen Öffentlichkeit in einem Luxushotel nach Wahl zu krönen. Der Vorteil: Die Wahl hat was mysteriöses, exklusives. Der klare Nachteil: Kaum einer kriegts mit.

Zum Schluss bleibt noch eine drastische Lösung: Die Miss-Organisation macht zu. Und Alina Buchschacher geht als letzte Miss Schweiz in die Geschichte ein.

Alina Buchschacher ist Miss Schweiz 2011
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Samstag, 24. September 2011, 22:10 Uhr Bis zum Schluss bangte sie, dann kam die Erlösung: Mit Tränen in den Augen nahm Alina Buchschacher die Krone entgegen. Die neue Miss Schweiz ist dunkelhaarig, 20 Jahre alt und kommt aus Bern.Alina Buchschacher setzte

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