Aktualisiert 29.09.2009 06:34

Studie

Von Mitschülern ausgegrenzt macht krank

Beliebte Schülerinnen und Schüler erfreuen sich auch als Erwachsene einer besseren Gesundheit als Klassenkameraden am unteren Ende der Hackordnung. Das zeigt eine schwedische Studie, welche die Entwicklung von 14 000 Menschen über Jahrzehnte verfolgte.

Die Hierarchiestufe der Kinder wurde durch Fragen nach sozialen Bindungen in der Schule festgestellt. Später ermittelten die Forscher den Gesundheitszustand ihrer Testpersonen anhand von Daten aus der nationalen Kartei zur Erfassung von Spitalaufenthalten.

Es zeigte sich, dass bereits in der Kindheit Ausgegrenzte neunmal häufiger Herzkrankheiten und viermal häufiger Diabetes hatten. Zweimal grösser als bei den Sympathieträgern war bei ihnen das Risiko von Verhaltensstörungen und psychischen Erkrankungen. Die Daten stimmten bei Männern und Frauen überein.

Faktoren wie Einkommen oder Bildung und Beschäftigung spielten laut der im Fachmagazin «Journal of Epidemiology and Community Health» veröffentlichten Studie keine Rolle. Die untersuchten Menschen wurden im Jahr 1953 geboren; die Forscher erhoben ihre Sozial- und Gesundheitsdaten von 1966 bis 2003.

(sda)

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