Aktualisiert 31.12.2012 22:00

Sport-Twitter-Patzer

Von Mongo-Banden und Mücken vom West-Nil

Twitter verleitete 2012 so manchen Sportler zu unüberlegten Kommentaren. Bei den geschmacklosesten Aussagen war ein Schweizer ganz vorne mit dabei. Für Boris Becker wars nur peinlich.

von
fbu

Viele Sportler teilen sich immer wieder auf Twitter mit – nicht alle haben dabei ein Gespür für die richtigen Worte. 2012 sorgten so einige Kommentare im sozialen Netzwerk für Kopfschütteln. Die Krone des geschmacklosesten Twitterers muss sich ein Schweizer aufsetzen lassen.

Wer erinnert sich nicht an den Skandal rund um den Schweizer Nationalspieler Michel Morganella an den Olympischen Spielen in London. «Ich könnte alle Südkoreaner verprügeln. Geht euch alle abfackeln, ihr Bande von Mongos!», schrieb der Fussballer nach der Niederlage gegen die Asiaten. Die geschmacklosen Worte hatten Folge. Der Kicker wurde nach Hause geschickt – etwas anderes blieb Swiss Olympic gar nicht übrig.

Ganz ähnlich erging es übrigens der griechischen Delegation nach einem rassistischen Tweet von Weitspringerin Voula Papachristou. Ihr Kommentar: «Mit so vielen Afrikanern in Griechenland werden die Mücken aus dem West-Nil essen wie zu Hause.»

Peinlich, peinlich, Herr Becker!

Morganella ist aber bei Weitem nicht der einzige Twitter-Sünder. Einen Fehltritt leistete sich auch Ex-Tennisspieler Boris Becker. Sein Fauxpas war allerdings eher peinlich als geschmacklos. Nach der Verleihung des Friedensnobelpreises zwitscherte der Deutsche: «Grosser Bewunderer von Angela Merkel! Ich bin sehr stolz und werde Patriot, als sie den Friedensnobelpreis gewonnen hat!» Blöd nur, dass nicht die Bundeskanzlerin, sondern die EU ausgezeichnet wurde. Zusammen mit den Deutschfehlern sorgte diese Tatsache für reichlich Spott.

Ebenfalls in der Wortwahl vergriff sich Formel-1-Pilot Fernando Alonso. Als der Titelkampf mit Sebastian Vettel noch auf Hochtouren lief, gab der Spanier kuriose Kampfansagen von sich. «Wir kämpfen lieber, als dass wir die Ehre verlieren, weil wir es nicht getan haben», hiess es zum Beispiel. Oder auch: «Wenn das Schwert bricht, kämpfe mit der Hand.» Dabei wunderte man sich vor allem über das dazu gepostete Foto von Alonso mit einem Paintballgewehr.

Kindisches Getue von Hamilton

Ein eher kindisches Verhalten legte 2012 ein zweiter Formel-1-Pilot an den Tag: Lewis Hamilton ist schon 27 Jahre alt und hat als Formel-1-Weltmeister von 2008 gewiss genügend Erfahrung auf der ganz grossen Bühne. Doch auch er schafft es immer wieder, sich via Twitter ins Abseits zu stellen. Unlängst mit kindischen Anschuldigungen gegen seinen damaligen Teamkollegen Jenson Button, weil dieser angeblich seinem Profil nicht mehr folgt. Es stellte sich heraus: Button war gar nie Follower von Hamilton.

Was in der Sportwelt sonst noch getwittert wurde, sehen Sie in der Bildstrecke oben!

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