Von Röstigräben und Polentabergen
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Von Röstigräben und Polentabergen

Wer Röstigräben ausloten oder Polentaberge vermessen will, findet im neuen «Politischen Atlas der Schweiz» Orientierungshilfe.

Das Bundesamt für Statistik hat die CD-Rom am Freitag in Bern vorgestellt. Das Werk enthält einen Datenpool aus über 1000 Dateien mit den Ergebnissen der eidgenössischen Volksabstimmungen seit 1866 und der Nationalratswahlen seit 1919. Ausserdem ist ein interaktiver Atlas abrufbar, der Resultate und Analysen graphisch sichtbar macht.

Die Abstimmungsergebnisse sind nicht nur chronologisch, sondern auch thematisch geordnet - etwa nach aussen-, wirtschafts- oder sozialpolitischen Themen. So lässt sich leichter eruieren, ob die verschiedenen Landesteile beispielsweise in Fragen der aussenpolitischen Öffnung gleich oder unterschiedlich abgestimmt haben, ob die Gräben zwischen den Sprachgruppen breiter oder schmäler geworden sind.

Von 2004 bis 1971 respektive 1981 zurück sind die Wahl- und Abstimmungsergebnisse bis auf Gemeindeebene aufgeschlüsselt. Wer wissen will, wie Köniz bei der UNO-Abstimmung votiert hat oder welche Partei in Sargans bei den letzten Nationalratswahlen am besten abschnitt, wird hier fündig. In der Zeit vor 1971/81 sind die kantonalen Ergebnisse erfasst.

Auf dem interaktiven Atlas können auf einer Schweiz-Karte kantonale und kommunale Wahl- und Abstimmungsergebnisse farblich sichtbar gemacht werden. Auch lassen sich Gemeinden mit Extremergebnissen eruieren, etwa wo eine Vorlage zu hundert Prozent verworfen oder angenommen wurde.

(sda)

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