Rote Zahlen: Von Roll will 200 Stellen streichen
Aktualisiert

Rote ZahlenVon Roll will 200 Stellen streichen

Dem Industrieunternehmen Von Roll macht das schwierige wirtschaftliche Umfeld zu schaffen. Es schreibt auch im ersten Halbjahr 2013 rote Zahlen.

Von Roll: In der Schweiz werden rund 15 Arbeitsplätze gestrichen.

Von Roll: In der Schweiz werden rund 15 Arbeitsplätze gestrichen.

Das in der Verlustzone steckende Industrieunternehmen Von Roll tritt nochmals massiv auf die Kostenbremse. Durch Restrukturierungen würden nochmals 200 Stellen abgebaut, sagte der neue Firmenchef Achim Klotz am Mittwoch vor den Medien in Zürich.

In der Schweiz würden rund 15 Arbeitsplätze gestrichen. Wo die anderen Stellen abgebaut würden, «möchte ich nicht sagen. Wir schauen uns alles an», sagte Klotz weiter. Bereits im Vergleich zum Vorjahressemester hat der Personalbestand um 100 auf 2751 Mitarbeiter abgenommen.

Auf dem Prüfstand stehen das Transformatoren- und das Wassergeschäft, nachdem vor allem Probleme mit den Transformatoren das Unternehmen im letzten Jahr tief in die roten Zahlen gerissen hatte. «Für das Transformatoren- und das Wassergeschäft prüfen wir alle Optionen. Das ist ein anderes Businessmodell. Die Bereiche passen nicht so richtig zu Von Roll», sagte Klotz. Wobei das Wassergeschäft ihm weniger Sorgen bereite. «Das Transformatorengeschäft beschäftigt uns. Da liege eine Trennung nahe, sagte Klotz.

Nochmals 10 Millionen Franken sparen

Im nächsten Jahr wolle Von Roll die Kosten um 10 Mio. reduzieren. Die Massnahmen seien schon aufgegleist. Vor allem in der Administration werde man sparen. Zudem investiere Von Roll in produktivere Maschinen, was zu einer Reduktion von Personal führe.

«Das reicht aber nicht», sagte Klotz: «Wir wollen bis 2016/17 nochmals 10 Mio. Fr. sparen.» Dabei gehe es auch um eine Konsolidierung der einzelnen Werke. «Wir werden uns hier alles anschauen», sagte Klotz. Die Werke sollen wieder besser ausgelastet sein. (sda)

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