05.09.2016 03:55

Tag der Sportvereine

Von Rugby bis Velotrial: Randsportarten im Fokus

Rund 50 Vereine präsentierten sich am Sonntag in Luzern. Besonders die exotischen Sportarten erlebten einen Ansturm.

von
ds

Rugby gehörte am Tag der Luzerner Sportvereine zu den beliebtesten Angeboten.

Auf der Luzerner Allmend dreht sich normalerweise fast alles um den FCL. Nicht so an diesem Sonntag: Für einmal standen eine Vielzahl anderer Sportarten im Mittelpunkt. Curling, Speed Badminton, Fechten, Radball und vieles mehr präsentierten Vereine am Tag der Luzerner Sportvereine einem breiten Publikum. «Nirgendwo sonst gibt es so viele Sportarten auf einem Haufen zu erleben», sagt etwa Carmen Steffen, die mit ihren beiden zehnjährigen Söhnen aus Wolhusen angereist ist. Von manchen Sportarten wusste sie nicht einmal, dass diese überhaupt existieren.

So wie Steffen ging es wohl vielen Besuchern. Auch Life Kinetik, Futsal oder Velo-Trial dürften fremd gewirkt haben. Bei letzterer Sportart geht es darum, mit einem sattellosen Velo ohne abzustehen Hindernisse zu überwinden. «Geschicklichkeit ist dabei das A und O», erklärt Pavel Sramek, Präsident des Snakebite Velo Trial Club Luzern.

Die Vereine profitieren

«Viefalt bewegt» lautete der Slogan der Veranstaltung. «Das Sportangebot in und rund um Luzern ist so gross, dass garantiert für jeden und jede etwas dabei ist», erklärt OK-Mitglied Antonella Bergamin. Sie ist nicht nur als Organisatorin vor Ort, sondern auch für den Karateclub Kimora Shukokai. Sie ist überzeugt, dass die Vereine von der Plattform profitieren können. 2015 hätten sich gleich 17 Kinder neu im Karateclub angemeldet. «Je besser sich ein Verein präsentiert, desto grösser das Interesse der Besucher.»

Ob sich Bryan Amrein nun beim Schwingclub Luzern und Umgebung anmeldet und dereinst am Eidgenössischen antreten wird, steht noch in den Sternen – Spass an der Sportart hat der 10-Jährige aber offensichtlich: «Schwingen ist mega cool!», keucht der Luzerner, nachdem er sich auf dem Sägemehl austobte. Das hört auch Martin Brun gerne. Der Technische Leiter des Schwingklubs war zum ersten Mal am Tag der Sportvereine dabei. «Aber garantiert nicht zum letzten Mal. Schliesslich kommen wir hier auch mit Leuten in Kontakt, die sonst noch nie etwas mit dem Schwingsport zu tun hatten.»

Rugy: Fairplay ist Trumpf

Auch Rugby kennt man hierzulande kaum. Vielleicht weil der Sport einfach zu brutal ist? «Ach was!», winkt Esther Duss vom Rugbyclub Luzern ab. Die 30-Jährige, die schon seit 15 Jahren aktiv spielt, betont: «Unser Sport ist trotz des Körperkontakts nicht gefährlicher als andere. Fairplay wird bei uns besonders gross geschrieben.» Bereits Kinder ab 5 Jahren seien willkommen. Der Verein trainiert übrigens – wie auch die Footballer der Luzern Lions – auf der Allmend.

Insgesamt präsentierten am Sonntag rund 50 Vereine ihre Sportarten in den Messehallen sowie auf den Aussenanlagen der Allmend. «Heute kamen noch mehr Besucher als im vergangenen Jahr», sagt Antonella Bergamin. Rund 2500 Besucher waren auf der Allmend. Auch nächstes Jahr soll wieder ein Tag der Sportvereine stattfinden. Und wer weiss, welche exotischen Sportarten es auf der Allmend dann zu entdecken geben wird.

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