«Von russischer Patrone getötet»: Schachtar Donezk trauert um Jugendtrainer
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Schachtar-Geschäftsführer entsetzt«Von russischer Patrone getötet» – Top-Club Donezk trauert um Jugendtrainer

Der Krieg in der Ukraine fordert ein weiteres Opfer eines Fussballvereins. Ein Jugendtrainer des Spitzenclubs Schachtar Donezk stirbt bei der Invasion. 

von
Adrian Hunziker
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Sergei Palkin, Geschäftsführer von Schachtar Donezk, gab bekannt, dass ein Jugendtrainer des Vereins im Krieg getötet wurde. 

Sergei Palkin, Geschäftsführer von Schachtar Donezk, gab bekannt, dass ein Jugendtrainer des Vereins im Krieg getötet wurde. 

imago/ZUMA Press
«Russland, ihr tötet Ukrainer. Stoppt diesen Wahnsinn», schrieb Palkin in den sozialen Medien. 

«Russland, ihr tötet Ukrainer. Stoppt diesen Wahnsinn», schrieb Palkin in den sozialen Medien. 

imago images / Ukrinform
Der 47-Jährige ist seit 2004 CEO Schachtars. 

Der 47-Jährige ist seit 2004 CEO Schachtars. 

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Darum gehts

«Einer unserer Mitarbeiter wurde gestern getötet. Ein Jugendtrainer. Er wurde von einer russischen Patrone getötet. Russland, ihr tötet Ukrainer. Stoppt diesen Wahnsinn», schrieb Sergei Palkin, Geschäftsführer von Schachtar Donezk, in den sozialen Medien. 

Ausserdem wandte sich der 47-Jährige, der seit 2004 CEO Schachtars ist, an die Besitzer, Manager und Spieler russischer Vereine: «Seid nicht still, macht euch bemerkbar.» 

Erst kürzlich fielen im Krieg in der Ukraine die ersten beiden Fussballprofis. Dabei handelte es sich um Vitali Sapylo (21), einem Torhüter, der in der 3. Liga aktiv war, und Dmytro Martynenko (25), der zuletzt für den FC Gostomel (2. Liga) spielte. Beide seien in der Nähe von Kiew umgekommen.

Trainer und mehrere Spieler konnten fliehen

Die südamerikanischen Spieler Schachtars und von Dynamo Kiew sind bereits aus dem Land geflohen. «Am 24. Februar um 4.55 Uhr wachte ich auf, weil in Kiew Flugzeuge und Bomben explodierten. Der Frieden endete und der Albtraum begann», beschreibt der Uruguayer Carlos de Pena. Auch Donezk-Coach Roberto De Zerbi gelang mit seinem Trainerteam die Ausreise aus der von Russland angegriffenen Ukraine. Die Liga im Land ist auf unbestimmte Zeit ausgesetzt worden.

Schachtar Donezk kann seit Jahren nicht dort spielen, wo der Club eigentlich herstammt. Eigentlich wäre der Verein in der ostukrainischen Region Donbass zu Hause. Weil dort aber seit fast acht Jahren kriegsähnliche Zustände herrschen, spielte Schachtar in Lwiw, Charkiw oder Kiew. Auf Twitter postet der Verein derzeit regelmässig Bilder von zerstörten Städten.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, ein Trauma erlitten?

Hier findest du Hilfe:

Pro Mente Sana, Tel. 0848 800 858

Angehörige.ch, Beratung und Anlaufstellen

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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