Berner Gymnasiasten: Von Schulbank in die Chefetage
Aktualisiert

Berner GymnasiastenVon Schulbank in die Chefetage

Immer mehr Schüler lernen im Gymnasium, wie man eine Firma gründet. Einige sind damit so erfolgreich, dass sie sich gleich nach der Matur selbstständig machen.

von
Sarah Jordi

An Berner Gymnasien gründen jedes Jahr zahlreiche Schüler als Projekt eine eigene kleine Firma. «Auch dieses Jahr werden im Kanton wieder 14 bis 15 Miniunternehmen entstehen», schätzt Nicole Heim, Geschäftsleitungsmitglied von Young Enterprise, welche die Jungunternehmer betreut.

Für die Firmengründungen fahnden die Teenager jeweils nach Marktlücken und entwickeln Produkte wie einen Taschenaschenbecher oder spezielle Souvenir-Jasskarten. Überraschend: Jedes Jahr sind ein bis zwei der Berner Miniunternehmen so erfolgreich, dass sie gleich nach nach der Matur den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. Das hat auch die Firma Feel Safe vor. Die Jugendlichen vom Gymnasium Kirchenfeld haben einen portablen Alarm entwickelt – unter anderem zur Selbstverteidigung – und haben damit sogar einen nationalen Preis gewonnen. «Die Nachfrage ist so gross, dass wir auf jeden Fall weiterproduzieren werden», sagt CEO Vincent Barras. Vorerst ist aber eine Business-Pause angesagt: «Die Matur ist uns im Moment wichtiger.»

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