Kürzere Fahrzeit: Von St. Gallen nach Arbon in 13 Minuten
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Kürzere FahrzeitVon St. Gallen nach Arbon in 13 Minuten

Arbon soll mit Hilfe einer Zugverbindung im Jahr 2030 näher an St. Gallen heranrücken. Laut einer ETH-Studie wäre die Strecke in 13 Minuten zu schaffen.

von
aki
Von Arbon nach St. Gallen in einer Viertelstunde. Eine Vision, aber machbar

Von Arbon nach St. Gallen in einer Viertelstunde. Eine Vision, aber machbar

Die von der Trägerschaft des Agglomerationsprogramms beim Institut der Verkehrsplanung und Transportsysteme der ETH in Auftrag gegebene Grundsatzabklärung hat ergeben, dass

St. Gallen und Arbon nur 13 Minuten voneinander entfernt liegen würden. Dabei skizziert die Studie drei mögliche Varianten: Die erste zweigt in Mörschwil in Richtung Steinach/Arbon ab, die zweite führt über Wittenbach in Richtung Steinach/Arbon und die dritte Möglichkeit führt über Roggwil-Berg. Die drei Varianten würden jeweils rund 80 bis 100 Millionen Franken kosten, so das Ergebnis.

Arbon besser an öffentlichen Verkehr anschliessen

Gossau, Herisau und Rorschach sind mit der S-Bahn bereits näher an St. Gallen herangerückt, schreibt die Geschäftsstelle der Region Appenzell – St. Gallen-Bodensee in einer Medienmitteilung. «Für Arbon ist es leider noch nicht der Fall, obwohl das tägliche Pendleraufkommen mit rund 1500 Personen vergleichbar mit demjenigen zwischen Herisau und St. Gallen ist», sagt Rolf Geiger Geschäftsführer der Region Appenzell AR – St. Gallen – Bodensee. Mittelfristig könne zwar mit einem sogenannten S-Bus Abhilfe geschaffen werden, dieser auf der Autobahn zwischen St. Gallen und Arbon verkehrende Schnellbus würde jedoch rund 25 Minuten für die Strecke benötigen. Damit sei das Problem für Andreas Balg, Stadtamman von Arbon aber nicht zuverlässig gelöst: «Die Route führt über die Autobahn. Wenn es dort wie so häufig staut, führt dies wieder zu längeren Fahrzeiten».

Vier Züge pro Stunde

Wie es in der Medienmitteilung heisst, wäre der Ausbau des Bahnangebots zwischen St. Gallen und Arbon laut der Studie auf bis zu vier Züge pro Stunde möglich. Nötig wären in Ergänzung zum bestehenden Bahnnetz machbare Neubauabschnitte.

Wenn die Vision einer engeren Anbindung von Arbon an St. Gallen Realität werden soll, müssen die baulichen Trassenvarianten laut den Verantwortlichen als Vorinformationen in die Richtpläne der Kantone St. Gallen und Thurgau überführt werden. Die Varianten müssten zudem im Rahmen der Angebotsplanungen auf deren Rentabilität und Finanzierbarkeit auf das Gesamtnetz überprüft werden. Zudem sind verschiedene betriebliche Fragen wie die Anstimmung mit dem übrigen Agglomerationsverkehr zu klären.

Für Rolf Geiger ist es aber klar: «Wenn die Kantone heute die Weichen für gemeinsame visionäre Projekte richtig stellen, sind wir bereit, wenn sich auf nationaler Ebene ein Fenster zur Finanzierung öffnet.»

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