9 Nati-Neulinge: Von Teenie Fiala bis Kämpfer Ramholt
Aktualisiert

9 Nati-NeulingeVon Teenie Fiala bis Kämpfer Ramholt

Vom Youngster bis zu Routiniers: Insgesamt neun Spieler betreten in Minsk WM-Neuland.

von
Marcel Allemann und Kai Müller
Minsk

Sven Bärtschi, Kevin Fiala, Etienne Froidevaux, Dean Kukan, Robert Mayer, Tim Ramholt, Thomas Rüfenacht, Reto Schäppi und Dominik Schlumpf. Das sind die Namen der neun Spieler, die gestern als WM-Neulinge im Nati-Flieger nach Minsk sassen. Ob dann auch alle zum Einsatz kommen werden, ist offen – schliesslich hofft Nati-Coach Sean Simpson noch immer auf weitere Verstärkung (Niederreiter, Diaz, Hiller, Sbisa?) aus der NHL. Trotzdem, mehr als eine Handvoll WM-Rookies wird an der am Freitag beginnenden WM erstmals im internationalen Schaufenster stehen und sich nach den 20 Absagen von teilweise renomierten Spielern für die Nati behaupten müssen.

Für Fiala wärs bereits die dritte WM diese Saison

Es ist eine interessante Mischung. Es sind einerseits grosse Talente wie Fiala (17), Kukan (20) und Bärtschi (21) dabei, die zu den ganz grossen Hoffnungsträgern für die Zukunft des Schweizer Eishockeys gehören. «Eine A-WM bestreiten zu können, wäre natürlich ein absoluter Traum», sagt Fiala, der sich in seinen ersten beiden Länderspielen mit erfrischenden Auftritten schnell in die Herzen der Fans gespielt hat. Der Schweden-Söldner ist bereits mit einer gesunden Portion Selbstvertrauen ausgestattet. «Ich traue mir durchaus zu, auch auf diesem Niveau mithalten zu können», so der Uzwiler, der in dieser Saison für die Schweiz bereits die U18- und die U20-WM bestritt.

Ramholt überstand 2013 letzten Kaderschnitt nicht

Anders ist der Werdegang von Ramholt. Dieser kommt mit seinen 29 Jahren zwar immerhin schon auf 33 Länderspiele, doch an einen Grossanlass hat es der Zug-Verteidiger noch nie geschafft. Letztes Jahr überstand er den allerletzten Kaderschnitt nicht und verpasste es so, ein Teil des Silberteams zu sein. «Das war schon sehr bitter», gesteht Ramholt. Grund, den Kopf in den Sand zu stecken, war es für ihn indes nicht – umso glücklicher ist er nun, dem WM-Team anzugehören: «Einmal eine WM zu bestreiten, davon träumte ich schon als kleiner Bub, und um mir diesen Traum nun zu ermöglichen, kämpfe ich. Es bedeutet mir viel, hier dabei sein zu können.»

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