Transfer-Fazit: Für diese Nati-Stars haben sich die Sommer-Transfers gelohnt

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Transfer-FazitFür diese Nati-Stars haben sich die Sommer-Transfers gelohnt

Elf Nati-Spieler haben diesen Sommer ihren Club gewechselt. Doch für wen hat sich ein Transfer bislang auch gelohnt?

von
Lucas Werder
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Manuel Akanji hat sich bei Manchester City sofort durchgesetzt.

Manuel Akanji hat sich bei Manchester City sofort durchgesetzt.

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Auch für Breel Embolo läuft es in Monaco bislang ganz ordentlich.

Auch für Breel Embolo läuft es in Monaco bislang ganz ordentlich.

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Noch mit kleinen Startschwierigkeiten hat Remo Freuler bei Nottingham zu kämpfen.

Noch mit kleinen Startschwierigkeiten hat Remo Freuler bei Nottingham zu kämpfen.

IMAGO/News Images

Darum gehts

Manuel Akanji (Manchester City)

Der Innenverteidiger hat bei seinem neuen Club einen Traumstart hingelegt. Seit er beim englischen Meister ins Training eingestiegen ist, hat Akanji noch keine Minute verpasst. Trainer Pep Guardiola schwärmt bereits von seinem 27-jährigen Neuzugang. Auch wenn der zurzeit noch verletzte Konkurrent Laporte ins Team zurückkehrt, dürfte Akanji beim dicht getakteten Spielplan der kommenden Wochen weiter regelmässig zum Einsatz kommen. «Ich erwarte auch nicht, dass ich jedes Spiel 90 Minuten durchspiele. Ich möchte es dem Trainer aber möglichst schwer machen», sagte der Nati-Star im Interview.

Breel Embolo (AS Monaco)

Der Basler hat sich im Fürstentum sofort durchgesetzt, stand in sieben von acht Ligue-1-Spielen in der Startelf. In der Gruppenphase der Europa League durfte der 25-Jährige zuletzt zweimal als Joker ran. Nach seiner überragenden Rückrunde mit Gladbach (neun Treffer) im Frühling hat der Stürmer zumindest in Sachen Treffsicherheit noch etwas Luft nach oben. Wettbewerbsübergreifend steht Embolo in Monaco nach zwölf Einsätzen bei drei Toren.

Remo Freuler (Nottingham Forest)

Nach sechseinhalb Jahren in Bergamo hat sich der Mittelfeldspieler auf das Abenteuer Premier League eingelassen – und ist damit auch ein kleines Risiko eingegangen. Bei Nottingham Forest pendelt der 30-Jährige zwischen Startelf und Bank, in vier von sechs Spielen kam Freuler bislang zum Einsatz. Der Aufsteiger ist in der Premier League nach vier Pleiten in Serie mittlerweile auf Platz 19 abgerutscht. «Klar könnte es für uns besser laufen, aber wir wissen, woran wir arbeiten müssen», sagt der Hinwiler. Freuler ist einer von insgesamt 22 Neuzugängen bei Nottingham.

Denis Zakaria (Chelsea)

Noch hat der Genfer keine Minute für Chelsea gespielt – auch weil die Londoner aufgrund des Todes der Queen in der Premier League seit dem 3. September kein Spiel mehr bestritten haben. Und trotzdem strahlt Zakaria jedes Mal, wenn er von seinem neuen Arbeitgeber spricht. «Der Spielstil in England sollte mir besser entgegenkommen. Die Intensität ist viel höher», zeigt sich der 25-Jährige zuversichtlich. Bei der riesigen Anzahl an Spielen mit Meisterschaft, Champions League, Ligacup und FA Cup wird der Mittelfeldspieler früher oder später zu seinen Einsätzen kommen.

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Kevin Mbabu ist bei Fulham bislang nur Joker.

Kevin Mbabu ist bei Fulham bislang nur Joker.

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Haris Seferovic hat seinen Galatasaray-Stammplatz nach zahlreichen weiteren Neuzugängen vorübergehend verloren.

Haris Seferovic hat seinen Galatasaray-Stammplatz nach zahlreichen weiteren Neuzugängen vorübergehend verloren.

IMAGO/Seskim Photo
Bei YB hat Cedric Itten voll eingeschlagen.

Bei YB hat Cedric Itten voll eingeschlagen.

Andy Mueller/freshfocus

Kevin Mbabu (Fulham)

Noch hat sich sein Wechsel nach London nicht voll ausbezahlt. Bei Fulham kommt der Rechtsverteidiger bislang nicht über die Ersatz-Rolle hinaus. In vier von sieben Premier-League-Spielen kam der 27-Jährige bislang zum Einsatz – immer wurde er eingewechselt. Immerhin ein kleines Erfolgserlebnis konnte der Ex-Wolfsburger bereits feiern: Am 3. Spieltag bereitete er in der 94. Minute beim 3:2 gegen Brentford den Siegtreffer vor.

Haris Seferovic (Galatasaray)

Viel Pech für den Mann aus Sursee! Bis kurz vor Transferschluss sah es danach aus, als hätte Seferovic mit seinem Wechsel in die Türkei alles richtig gemacht. In den ersten vier Spieltagen der Süper Lig stand der 30-Jährige immer in der Startelf. Doch dann schlug sein neuer Club Galatasaray in den letzten Stunden des Transferfensters nochmals richtig zu: Mit Mauro Icardi (PSG), Dries Mertens (Napoli) und Milot Rashica (Norwich) stiessen gleich mehrere hochkarätige Offensivkräfte an den Bosporus. Am vergangenen Wochenende schmorte Seferovic gar das erste Mal 90 Minuten auf der Bank. Auch auf sein erstes Tor im Gala-Dress wartet der EM-Held noch.

Cedric Itten (YB)

Sechs Tore und acht Vorlagen in 14 Spielen. Der Wechsel zu YB ist für den 25-Jährigen voll aufgegangen. Nach einem schwierigen Halbjahr in Schottland bekommt Itten in Bern endlich wieder regelmässig Spielzeit. «Ich brauchte einen Verein, wo ich mich wohlfühle und viel spiele. Bis jetzt war es definitiv der richtige Entscheid», sagt der 25-Jährige zuletzt.

Yvon Mvogo (Lorient)

«Ich will regelmässig spielen, nicht mehr auf der Bank sitzen», sagte Yvon Mvogo im Mai in Interview mit 20 Minuten. Nun hat der 28-Jährige sein Ziel erreicht: Bei Lorient stand der Goalie in dieser Saison in allen acht Ligaspielen in der Startelf. Mit Mvogo im Tor haben die Bretonen einen überragenden Saisonstart hingelegt und sich zum Überraschungsteam der Ligue 1 gemausert. Nach vier Siegen in Serie steht Lorient aktuell auf Platz drei – nur drei Punkte hinter dem Starensemble von PSG.

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Beim FC Lugano ist Renato Steffen wieder gesetzt.

Beim FC Lugano ist Renato Steffen wieder gesetzt.

Martin Meienberger/freshfocus
Bereits fünfmal hat Andi Zeqiri für den FC Basel getroffen.

Bereits fünfmal hat Andi Zeqiri für den FC Basel getroffen.

Marc Schumacher/freshfocus
Kastriot Imer kämpft sich nach seinem Wechseln zu YB wieder zurück.

Kastriot Imer kämpft sich nach seinem Wechseln zu YB wieder zurück.

Andy Mueller/freshfocus

Renato Steffen (Lugano)

Bei Ex-Club Wolfsburg spielte der Flügel keine Rolle mehr. Trotzdem kam sein Wechsel zu Lugano eher überraschend. Im Tessin setzt man aber nun auf den 30-Jährigen, der in allen drei möglichen Spielen in der Startelf stand. Bei seinem Debüt gegen den FCZ  brauchte Steffen nur fünf Minuten für seinen ersten Torerfolg im Dress der Bianconeri. 

Andi Zeqiri* (Basel)

Wie Cedric Itten kehrte auch Andi Zeqiri nach einem nicht ganz nach Wunsch verlaufenen Auslandsabenteuer in die Schweiz zurück. Beim FC Basel hat sich der Stürmer sofort einen Stammplatz erkämpft und in wettbewerbsübergreifend elf Partien fünfmal getroffen. Auch für den 23-Jährigen scheint sein Abgang bei Brighton bislang die richtige Entscheidung gewesen zu sein.

Kastriot Imeri* (YB)

Bei Servette blieb der Offensivspieler zuletzt aussen vor, weil die Genfer ihren hochgehandelten Wechsel-Kandidaten in Watte verpackten. Doch statt fürs Ausland entschied sich Imeri für einen Transfer zu YB. Dort will sich der 22-Jährige nun einen Stammplatz erkämpfen. Das dürfte in Anbetracht der Europacup-Outs und der starken Konkurrenz aber kein Selbstläufer werden. Immerhin: Zuletzt stand der Genfer gegen Lugano erstmals in der Startelf von Raphael Wicky.

Im Artikel wurden sämtliche Spieler berücksichtigt, die bislang unter Murat Yakin zum Einsatz gekommen sind und in diesem Sommer den Club gewechselt haben.

*nicht Teil des aktuellen Nati-Kaders

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