Von wegen altmodisch: Das Jodeln liegt wieder im Trend

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Von wegen altmodisch: Das Jodeln liegt wieder im Trend

Jugendliche jutzen und jodeln wieder, was die Kehle hergibt: Das erfreut die Jodlervereine, die dadurch wieder reges Interesse und Zuwachs erfahren.

«Jodeln liegt im Trend», freut sich Heidi Jenny (23), Leiterin des Jodlerchors Waudhüsli in Entlebuch. Die Mitglieder sind zwischen 16 und 27 Jahre alt. «Wir haben zurzeit keine Nachwuchsprobleme», so Jenny. Sie führt das vor allem auf die Region zurück. «Das Entlebuch ist sehr volkstümlich, hier muss man sich als Jodler nicht schämen.»

Wisi Amschwand (35), Co-Präsident des Jodlerklubs Flüeli Ranft, schätzt die Zukunft des traditionsreichen Gesanges ebenfalls rosig ein: «Vor allem in Quartetten oder kleineren Formationen jodeln wieder vermehrt junge Leute.» Das bestätigt auch Gody Studer (56), Generalsekretär des Eidgenössischen Jodlerfestes in Luzern: «Das Interesse an Nachwuchswettbewerben ist gross.»

Ein Grund dafür könnten junge Dirigenten sein. «Sie finden den Draht zu den Jugendlichen sofort», so Studer. Eine Verjüngung hat auch der Eidgenössische Jodlerverband erfahren: Hier ist seit Sonntag Matthias Wüthrich mit 38 Jahren der jüngste Zentralpräsident der Verbandsgeschichte.

Markus Fehlmann

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