Aktualisiert 29.10.2007 18:36

Von wegen Omas Masche: Strickclubs erobern die Welt

Let's knit: Ein Strickclub in New York ist Schauplatz des US-Bestsellers «Die Maschen der Frauen». Auch in Zürich gibt es Strickclubs, etwa jene von Silvia Spring, Besitzerin des
Wollateliers Vilfil.

Warum stricken Sie?

Silvia Spring: Wenn man stricken kann, ist einem nie langweilig. Und es ist bewiesen, dass Stricken beruhigend wirkt. In den USA wird es zur Therapie von gestressten Managern eingesetzt. Auch ich kann ohne stricken nicht einschlafen.

Früher war Stricken etwas für Omas, heute stricken auch junge Frauen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Silvia Spring: Sicher trugen Stars wie Julia Roberts oder Sarah Jessica Parker, die auf dem Set strickten, dazu bei. In jüngster Zeit haben aber vor allem Modedesigner den Hype angeheizt: Auf den Laufstegen sieht man so viele Strickwaren wie noch nie.

In «Die Maschen der Frauen» entsteht ein Strickclub, weil die Frauen viele Fragen zu ihrer Lismete haben. Wie war es bei Ihnen?

Silvia Spring: Es war ähnlich: Oft kommen Leute zu mir, die etwas aus einem Laden oder einem Magazin nachstricken wollen, aber nicht wissen, wie. Dafür ist der Strickclub da.

Was empfehlen Sie einem blutigen Strickanfänger?

Silvia Spring: Stricken Sie einen Schal, das ist einfach. Und nehmen Sie dicke Wolle, das führt schnell zum Ziel und ist erst noch trendy.

Stefanie Rigutto

Roman

«The Friday Night Knitting Club» von Kate Jacobs erschien soeben auf Deutsch, beim Heyne-Verlag. Es geht um eine New Yorkerin, in deren Wollladen ein Strickclub entsteht. Julia Roberts, eine begeisterte Strickerin, kaufte die Filmrechte. «Die Maschen der Frauen» kostet 16.90 Franken.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.