Aktualisiert 21.12.2007 13:09

Vonn siegt in St. Anton, Aufdenblatten Vierte

Mit dem 4. Platz sorgte Fränzi Aufdenblatten auf der anspruchsvollen Weltcup-Abfahrt in St. Anton (Ö) für das beste Schweizer Ergebnis heuer in dieser Disziplin. Gewonnen wurde die vierte Abfahrt der Saison von der Amerikanerin Lindsey Vonn.

Fränzi Aufdenblatten hatte schon am Donnerstag im Abschlusstraining gezeigt, dass sie die Karl-Schranz-Piste, die WM-Strecke der Männer von 2001, hervorragend im Griff hat. Am Renntag, bei wiederum traumhaften Wetterbedingungen, gelang der 26-jährigen Walliserin wiederum eine starke Fahrt. Auf Lindsey Vonn verlor sie 0,58 Sekunden, zur drittklassierten Amerikanerin Julia Mancuso fehlten Aufdenblatten zwei Zehntel. Die Schweizerin war im Weltcup erst zweimal besser klassiert, als Abfahrts-Dritte in Bad Kleinkirchheim (Ö/Januar 2006) und in Haus im Ennstal (Ö/Januar 2004).

Auch Nadia Styger hatte am Vortag - sogar mit der Bestzeit - überzeugt. Doch im Rennen unterliefen der 29-jährigen Schwyzerin vor allem auf der ersten Streckenhälfte viel zu viele Fehler, womit eine Spitzenzeit nicht mehr möglich war. Styger reichte es schliesslich mit 1,09 Sekunden Rückstand als Zehnte gerade noch in die Top 10. Nur zwei Hundertstelsekunden langsamer war Monika Dumermuth als Zwölfte.

Ebenfalls Weltcup-Punkte gabs für Dominique Gisin (17. Rang/1,69 zurück) und Catherine Borghi (20./2,22 zurück). Carmen Casanova, die bereits vor der ersten Zwischenzeit nach 26 Sekunden ein Tor verpasste, und Sylviane Berthod (Sturz) schieden aus.

Gar nicht starten konnte mit Martina Schild die beste Schweizer Speedfahrerin der bisherigen Saison. Die 26-jährige Grindelwaldnerin hatte sich im Abschlusstraining bei einem Sprung kurz vor dem Ziel am Meniskus verletzt.

Lindsey Vonn feierte in St. Anton ihren neunten Weltcupsieg, den siebenten in der Abfahrt. Die 23-Jährige aus Vail hatte in diesem Winter bereits die Abfahrt in Lake Louise (Ka) gewonnen, in St. Moritz war sie Zweite und in Aspen (USA) Vierte geworden, womit sie in der Disziplinenwertung ihre Führung deutlich ausgebaut hat.

Die zweitklassierte Kelly Vanderbeek (24) stand im Weltcup zuvor erst einmal, im Dezember 2006 im Super-G in Lake Louise, auf dem Podest (als Dritte). Das Bestresultat der Kanadierin in der Abfahrt war bisher der 5. Rang vom März in Tarvisio (It). Enttäuschend schnitten die Österreicherinnen ab: Maria Holaus klassierte sich als Beste im 5. Rang, Top-10-Plätze gabs auch für die starken Technikerinnen Nicole Hosp (6.) und Marlies Schild (9.). Nur gerade 13. wurde Renate Götschl.

Weltcup-Abfahrt der Frauen in Anton

1. Lindsey Vonn (USA) 1:32,00.

2. Kelly Vanderbeek (Ka) 0,36 zurück.

3. Julia Mancuso (USA) 0,38.

4. Fränzi Aufdenblatten (Sz) 0,58.

5. Maria Holaus (Ö) 0,70.

6. Nicole Hosp (Ö) 0,71.

7. Daniela Ceccarelli (It) 0,78.

8. Britt Janyk (Ka) 0,91.

9. Marlies Schild (Ö) 1,05.

10. Nadia Styger (Sz) 1,09.

11. Ingrid Jacquemod (Fr) 1,10.

12. Monika Dumermuth (Sz) 1,11.

13. Renate Götschl (Ö) 1,15.

14. Andrea Fischbacher (Ö) 1,34.

15. Emily Brydon (Ka) 1,37.

16. Chemmy Alcott (Gb) 1,50.

17. Dominique Gisin (Sz) 1,69.

18. Ingrid Rumpfhuber (Ö) 1,71.

19. Christine Sponring (Ö) 2,03.

20. Catherine Borghi (Sz) 2,22.

21. Carolina Ruiz Castillo (Sp) 2,30.

22. Daniela Merighetti (It) 2,35.

23. Wendy Siorpaes (It) 2,36.

24. Kathrin Wilhelm (Ö) 2,38.

25. Libby Ludlow (USA) 2,57.

26. Elisabeth Görgl (Ö) 2,58.

27. Gina Stechert (De) 2,67.

28. Nicole Schmidhofer (Ö) 2,77.

29. Sandrine Aubert (Fr) 2,79.

30. Aurélie Revillet (Fr) 2,80.

Ferner: 36. Rabea Grand 3,40.

Ausgeschieden: u.a. Sylviane Berthod (Sz), Carmen Casanova (Sz), Marie Marchand-Arvier (Fr), Maria Riesch (De), Anja Pärson (Sd).

Nicht gestartet: Martina Schild (Sz/Knieverletzung).

47 Fahrerinnen gestartet, 41 klassiert.

Technische Daten: Piste Karl Schranz, 2201 m Länge, 715 m HD, 32 Tore; Kurssetzer Jan Tischhauser (FIS/Sz).

LIVE-TICKER

- Die ersten 30 Fahrerinnen sind im Ziel. Den Sieg wird Lindsey Vonn wohl niemand mehr wegnehmen.

- Sie kommt als 19. ins Ziel.

- Gleich noch eine Schweizerin am Start. Catherine Borghi nimmt das Rennen in Angriff.

- Sie scheidet aus.

- Es folgt Sylviane Berthod.

- Sie wird nur 12.

- Mit der Nummer 27 geht Monika Dummermuth ins Rennen.

- Julia Mancuso verdrängt Fränzi Aufdenblatten vom dritten Zwischenrang.

- Vonn geht in Führung. Sie nimmt Vanderbeek 0,36 Hundertstel ab.

- Lindsey Vonn ist unterwegs. Sie ist schnell und liegt mit 0,33 vorne.

- Auch sie ist keine Gefahr für Leaderin Kelly Vanderbeek.

- Ingrid Jacquemod ist gestartet.

- Auch sie verliert eine halbe Sekunde und schiebt sich auf den vierten Zwischenrang.

- Es folgt Anja Pärson.

- Im Ziel ist es gut eine halbe Sekunde Rückstand und Rang vier für Janyk.

- Sie ist schnell und verliert bei der zweiten Zwischenzeit nur 0,13 auf ihre Teamkollegin Vanderbeek.

- Nun ist die Kanadierin Britt Janyk an der Reihe.

- Nach einem Patzer im unteren Teil wächst der Rückstand noch auf 79 Hundertstel an. Das reicht nur für Rang sechs.

- Beim dritten Zeitvergleich liegt Götschl bereits 28 Hundertstel hinten. Das wird wohl nichts mit dem Sieg.

- Bei der zweiten Zwischenzeit sind es 16 Hundertstel Rückstand.

- Sie liegt zwei Hunertstel vorne.

- Abfahrts-Ass Renate Götschl nimmt das Rennen in Angriff.

- Die Deutsche Maria Riesch scheidet aus.

- Bis ins Ziel holt die Schweizerin noch einmal auf. Mit 22 Hundertsteln Rückstand fährt sie auf den zweiten Zwischenrang.

- Bei der zweiten Zwischenzeit ist aus dem Vorsprung ein Rückstand geworden. Bereits liegt Aufdenblatten mit 43 Hundertsteln hinten.

- Beim ersten Zeitvergleich liegt sie mit 14 Hundertsteln vorne!

- Es folgt Fränzi Aufdenblatten. Kann sie Kelly Vanderbeek attackieren?

- Es ist nicht ihr Tag. Sie verliert mehr als zwei Sekunden und wird Letzte.

- Elisabeth Görgl ist unterwegs.

- Im Ziel sin es 1,33 und der achte Zwischenrang.

- 90 Hundertstel Rückstand

- Nun sind es schon 53 Hundertstel.

- Bei der ersten Zwischenzeit beträgt der Rückstand 19 Hundertstel.

- Gisin ist gestartet.

- Der Start verzögert sich durch den Sturz von Marchand-Arvier.

- Die nächste Schweizerin ist am Start. Es ist Dominique Gisin.

- Die Französin steht wieder auf. Sie scheint Glück gehabt zu haben.

- Marchand-Arvier bleibt liegen. Sie scheint sich verletzt zu haben.

- Die Französin Marie Marchand-Arvier ist sehr schnell unterwegs, sie liegt vor Vanderbeek. Doch kurz vor dem Ziel stürzt sie.

- Bis im Ziel holt sie noch einmal auf. Mit 73 Hundertstel Rückstand liegt nur Zwischenrang vier drin.

- Ein paar Hundertstel hat sie aufgeholt. Trotzdem sind es 0,89 Rückstand.

- Nach einem groben Fehler sind es beim zweiten Zeitvergleich bereits 93 Hundertstel.

- Bei der ersten Zwischenzeit liegt sie 13 Hunderstel hinter Vanderbeek.

- Nun ist Nadia Styger an der Reihe. Die Schweizerin war im Training schnell.

- Sie verliert etwas mehr als eine Sekunde und klassiert sich auf dem fünften Zwischenrang.

- Emily Brydon ist gestartet.

- Und sie übernimmt die Führung! Bis ins Ziel hat sie den Vorsprung noch verdoppelt.

- Bei der zweiten Zwischenzeit liegt die Kanadierin 17 Hundertstel vorne.

- Kelly Vanderbeek ist an der Reihe.

- Schild kommt mit der zweitbesten Zeit ins Ziel.

- Und wieder eine Österreicherin. Marlies Schild hat das Rennen in Angriff genommen. Bei der ersten Zwischenzeit liegt sie um einen Zehntel vorne, beim zweiten Zeitvergleich sind es aber schon 0,30 Rückstand.

- Fischbacher fährt im unteren Teil stark. Sie holt noch zwei Zehntel heraus und wird Zweite.

- Sie liegt weit zurück. Bei der zweiten Zwischenzeit sind es bereits 78 Hundertstel.

- Ihre Teamkollegin Andrea Fischbacher am Start.

- Sie wird Dritte.

- Die Österreicherin Ingrid Rumpfhuber ist die Nächste.

- Sie verpasst ein Tor und scheidet aus.

- Die erste Schweizerin ist unterwegs. Carmen Casanova ist gestartet.

- Die Österreicherin ist schnell. Sie schlägt Chemmy Alcott um fast acht Zehntel.

- Nicole Hosp ist unterwegs.

- Nach einem «wilden Ritt» verliert die Amerikanierin im unteren Teil viel Zeit, am Schluss ist es mehr als eine Sekunde.

- Stacey Cook nimmt das Rennen in Angriff. Nach knapp einer Rennminute liegt sie fünf Hundertstel vorne.

- Die Britin ist im Ziel. Sie legt eine Zeit von 1:33.50 vor.

- Alcott ist gestartet.

- Gleich geht es los. Die Britin Chemmy Alcott wird die Weltcup-Abfahrt von St. Anton eröffnen. Die erste Schweizerin ist nach dem Verzicht von Martina Schild Carmen Casanova mit der Startnummer fünf. Schild wäre als zweite gestartet, musste aber wegen einer Meniskus-Verletzung, die sie sich im Abschlusstraining zugezogen hatte, forfait geben.

Vor dem Rennen

Martina Schild verzichtet wegen Schmerzen im linken Knie auf einen Start in der vierten Weltcup-Abfahrt des Winters in St. Anton. Bei einer MRI-Untersuchung ist ein kleiner Riss des Meniskus festgestellt worden.

Die Olympia-Zweite und einzige Schweizer Weltcupsiegerin in diesem Winter hatte sich die Verletzung bei einem Sprung kurz vor dem Ziel zugezogen, wo sie in Rücklage geraten war. Die ersten Befürchtungen, dass sie sich einen Kreuzbandriss zugezogen haben könnte, bestätigten sich glücklicherweise nicht. Vermutlich muss die 26-jährige Grindelwaldnerin nur eine kurze Pause einschalten.

Weltcup in St. Anton (Ö). Startliste Weltcup-Abfahrt Frauen

1 Chemmy Alcott (Gb).

3 Stacey Cook (USA).

4 Nicole Hosp (Ö).

5 Carmen Casanova (Sz).

6 Ingrid Rumpfhuber (Ö).

7 Andrea Fischbacher (Ö).

8 Marlies Schild (Ö).

9 Kelly Vanderbeek (Ka).

10 Emily Brydon (Ka).

11 Nadia Styger (Sz).

12 Marie Marchand-Arvier (Fr).

13 Dominique Gisin (Sz).

14 Elisabeth Görgl (Ö).

15 Fränzi Aufdenblatten (Sz).

16 Maria Riesch (De).

17 Renate Götschl (Ö).

18 Britt Janyk (Ka).

19 Anja Pärson (Sd).

20 Ingrid Jacquemod (Fr).

21 Lindsey Vonn (USA).

22 Julia Mancuso (USA).

23 Daniela Merighetti (It).

24 Maria Holaus (Ö).

25 Daniela Ceccarelli (It).

26 Carolina Ruiz Castillo (Sp).

27 Monika Dumermuth (Sz).

28 Sylviane Berthod (Sz).

29 Catherine Borghi (Sz).

30 Gina Stechert (De).

Ferner: 38 Rabea Grand.

49 Teilnehmerinnen.

Technische Daten: Piste Karl Schranz; 2201 m, 715 m HD, Kurssetzer Jan Tischhauser (FIS), 32 Tore. (si)

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