Aktualisiert 23.02.2013 13:58

Horrorsturz bei der WM

Vonns schwere Vorwürfe an Skaardal und Co.

Lindsey Vonn hat gut zwei Wochen nach ihrem schweren Sturz im WM-Super-G in Schladming schwere Vorwürfe gegen die Jury um FIS-Renndirektor Atle Skaardal erhoben. Es seien Fehlentscheide gemacht worden.

Lindsey Vonn spricht zwei Wochen nach ihrem schweren Unfall erstmals öffentlich über ihren Sturz im WM-Super-G und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. «Ich denke, die Jury hat einen Fehlentscheid gefällt. Es war nicht sicher», sagte Vonn.

Skaardal und seine Crew hatten für den Super-G am 5. Februar nach mehreren Verschiebungen mit dreieinhalb Stunden Verspätung trotz widriger Bedingungen grünes Licht gegeben. Vonn kam zu Fall und zog sich am rechten Knie einen Kreuzband- und Innenbandriss sowie einen Bruch des Schienbeinkopfs zu.

Sie habe während ihrer Fahrt kaum glauben können, wie schlecht die Verhältnisse waren, sagte Vonn in einer Telefonkonferenz. «Der Schnee war zu weich, die Piste war gebrochen.» Ausserdem sei das Verschieben im Viertelstundentakt für sie und ihre Kolleginnen ein grosses Problem gewesen.

«Knie legte Vollbremsung ein»

Zum Sturz sei es gekommen, weil es für sie am «Posersprung» zu weit gegangen sei und sie im zu weichen Schnee landete. «Mein rechtes Knie legte eine Vollbremsung hin. Das war der Moment, in dem mein Knie einknickte und ich ausgehoben wurde.» Sie hoffe, dass die Jury künftig «wirklich scharf nachdenke», ehe sie Rennen starte, «denn die Sicherheit sollte doch vorgehen.»

Lindsey Vonn wiederholte zudem, dass sie zur kommenden Saison zurückkehren wolle. «Ich habe keine Zweifel, dass ich wieder Ski fahren kann. Genauso gut, oder sogar besser», sagte sie. Nach der Verletzung fühle sie sich aber jetzt als «Underdog», meinte Vonn. «Das nimmt mir vielleicht ein bisschen Druck.»

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