Benaglios Auskick : «Vor 852 Fans zu spielen, animiert nicht!»
Aktualisiert

Benaglios Auskick «Vor 852 Fans zu spielen, animiert nicht!»

Nati-Goalie Diego Benaglio schildert seine Eindrücke von den Testspielen gegen Holland und Luxemburg und fordert morgen im Bundesliga-Heimspiel gegen Hannover einen Sieg.

«Seit meiner letzten Kolumne ist einiges geschehen. Da wäre zuerst die 1:5-Niederlage mit Wolfsburg gegen den amtierenden Deutschen Meister Borussia Dortmund. Diese deutliche Pleite hat uns allen natürlich weh getan. Wir haben es unserem Gegner aber auch oft viel zu leicht gemacht.

Auch die zwei Freundschaftsspiele mit der Schweizer Nationalmannschaft haben einiges aufgedeckt. Da ist das meiner Meinung nach das respektable, torlose Unentschieden gegen Vizeweltmeister Holland und 4 Tage später der knappe 1:0-Sieg gegen Luxemburg. Wenn in Amsterdam noch von einer kompakten, sehr guten Mannschaftsleistung gesprochen werden konnte, so ist uns das im Spiel in Luxemburg nicht wirklich gelungen.

«Saukalt und nicht sehr animierend»

Es war wie erwartet keine leichte Partie. Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir uns sehr schwer getan. Da soll es auch nicht als Ausrede gelten, dass es um nichts ging und nur ein Testspiel war. Es war 'saukalt' und die Stimmung der lediglich 852 Zuschauer nicht sehr animierend. Wir müssen nun als Einheit weiter reifen. Denn in der WM-Qualifikation, die im nächsten September startet, erwartet uns auch das ein oder andere, unangenehme Auswärtsspiel.

Meine Kollegen in Wolfsburg haben in der Nati-Pause in Wolfsburg gut gearbeitet. Ich bin somit guter Dinge, dass wir für das Niedersachsen-Derby am Samstag bereit sind. Der Sechste Hannover 96 wird bei uns in der VW-Arena alles dafür tun, den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren. Bei unserer aktuellen Tabellensituation auf dem 13. Platz können wir aber nicht nur dagegen halten. Da wir auswärts noch nicht all zu viele Punkte geholt haben, müssen wir nun zuhause unbedingt gewinnen. Wie heisst es doch so schön: Angriff ist die beste Verteidigung.»

Aufgezeichnet von Andy Huber (20 Minuten)

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