Aktualisiert 12.12.2006 14:36

Vor dem Schulbus: Vierjähriger «missbraucht» seine Kindergärtnerin

In den USA mehren sich die Fälle, wo selbst kleine Kinder in Handschellen abgeführt werden. Jüngster Fall: Ein vierjähriger Knirps hat «sein Gesicht an den Brüsten seiner Lehrerin gerieben und sie sexuell belästigt».

«Dieses Schreiben erschüttert mein Weltbild», wundert sich Damarcus Blackwell, der Vater eines vierjährigen Vorschülers. Er reicht Beschwerde ein, weil sein Sohn gar nicht verstehe, warum er bestraft werde. Was war passiert?

Der Dreikäsehoch habe eine Angestellte der La-Vega-Schule in Waco unsittlich berührt. Als er sich beim Betreten des Schulbusses in die Schlange eingereiht hatte, habe «sein Gesicht an den Brüsten der Frau gerieben». Das war zuviel im sittenstrengen Waco. Der Rektor fakelte nicht lange: In einem Brief an die Eltern des Vierjährigen warf der Schulleiter dem Kleinen «unpassendes körperliches Verhalten» vor, das als «sexueller Kontakt und/oder sexuelle Belästigung» interpretiert werde.

Kinder in Handschellen abgeführt

Gegen Kinder wegen Bagatellen mit dem starken Arm des Gesetzes vorzugehen, scheint in den USA ein neuer Trend zu sein. In South Carolina liess eine Grossmutter letzte Woche ihren Enkelsohn verhaften, weil er unerlaubt vor dem Weihnachtsfest mit seinen Geschenken gespielt hatte. Die Polizei fuhr vor und transportierte den Zwölfjährigen in Handschellen ab.

In Kalifornien musste laut Spiegel Online im vergangenen Jahr eine Elfjährige fünf Tage in einer Jugendhaftanstalt und danach 30 Tage mit elektronischen Fesseln Hausarrest absitzen. Grund: Sie hatte einen Jungen mit einem Stein beworfen.

In Florida wurde vor eine Fünfjährige im Kindergarten verhaftet - und in Handschellen abgeführt. Das Mädchen hatte beim «Rechnen mit Gummibärchen» die Schale mit den Fruchtgummis zerschmettert.

(Quelle: youtube.com)

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