Dänemark-Aus sorgt für Empörung - Penalty, zweiter Ball im Spiel und Laser-Attacke – Fussballfans sind ausser sich
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Dänemark-Aus sorgt für EmpörungPenalty, zweiter Ball im Spiel und Laser-Attacke – Fussballfans sind ausser sich

Zweiter Ball im Spiel, strittiger Elfmeter und Lasperointer-Attacke auf den Dänen-Goalie. Auch einen Tag nach dem EM-Halbfinal zwischen England und Dänemark sind viele Fussballfans fassungslos.

von
Tobias Wedermann

Oben links ist klar zu erkennen: Auf dem Spielfeld befand sich ein zweiter Ball.

SRF

Darum gehts

  • England hat am Mittwochabend den EM-Halbfinal gegen Dänemark gewonnen.

  • Bei der spielentscheidenden Szene in der Verlängerung, kam es aber gleich zu mehreren Aufreger.

  • Besonders ein zweiter Ball auf dem Spielfeld bringt die Fanseele zum Kochen.

Es ist die 102. Minute in der Verlängerung im EM-Halbfinal zwischen England und Dänemark, die am Tag danach auch noch für Diskussionen und rote Köpfe bei den Fussballfans sorgt. Sterling fällt im Strafraum, Schiedsrichter Danny Makkelie zeigt auf den Punkt – Elfmeter. Keine glasklare Fehlentscheidung, aber dennoch eine sehr harte Entscheidung, die weder zur Linie des Turniers noch zur bisherigen Linie von Schiri Makkelie passte.  Die Fanseele tobt. Doch es ist nicht die einzige Szene, die in dieser Minute für Wut, Ärger und Unverständnis sorgt. Unmittelbar vor der Penaltyentscheidung ist ein zweiter Ball im Spielfeld. In den TV-Aufnahmen ist zu sehen, wie die Ersatzspieler auf den zweiten Ball zeigen und den Linienrichter zur Unterbrechung auffordern.

«Da muss abgepfiffen werden, bevor Sterling der alte Schwalbenkönig überhaupt zur Tat schreitet. Schiri steht direkt daneben und sieht diesen zweiten Ball nicht. Unglaublich!», schreibt etwa Twitter-User Maxi Wittkop. «Zwei Bälle auf dem Feld und der Schiedsrichter lässt Sterling so lange laufen, bis er fällt und pfeift erst dann. Unfassbar!», beurteilt ein weiterer User die Situation. Doch wie beim Elfmeter, liegt die Entscheidung im Rahmen des Regelwerks, das dem niederländischen Schiedsrichter Makkelie und seinen Assistenten zur Verfügung steht. Die Schiedsrichter-Experten von «Collinas Erben», die auch für den deutschen Bezahlsender Sky strittige Szenen analysieren, klären auf: «Es kommt immer darauf an, ob der zweite Ball nach Auffassung des Referees das Spielgeschehen stört. Da gibt es notwendigerweise ein Ermessen. Ein Indiz sind beispielsweise erkennbar irritierte oder zögernde Spieler.» Dennoch, der zweite Ball ist fast unmittelbar Teil der Aktion auf dem Spielfeld und nicht am anderen Ende. Wäre das Spiel abgepfiffen worden, wenn der dänische Spieler seinen Sprint gegen Raheem Sterling unterbrochen hätte und auf den zweiten Ball aufmerksam gemacht hätte? Wir werden es nie erfahren.

Dritter Aufreger: Laserpointer-Attacke auf Goalie Schmeichel

Doch es gab im Rahmen dieser spielentscheidenden Minuten auch noch einen dritten Aufreger, der alle Fans, Zuschauerinnen und Zuschauer auf die Palme brachte, die es nicht mit England hielten. Beim Penalty haben die England-Fans im Wembley-Stadion auch noch den Dänen-Goalie Kaspar Schmeichel mit einem Laserpointer geblendet. Schmeichel liess sich davon zwar nicht beeinflussen und liess sich erst durch den Nachschuss von Harry Kane bezwingen. Aber: «Beim Siegestor der Engländer haben wir: 1. Spiel hätte aufgrund des zweiten Balls gestoppt werden sollen, 2. klare Schwalbe und niemals ein Penalty und 3. Fans blenden Schmeichel mit einem Laser», fasst Fussballjournalist und -Experte Carlo Carganese zusammen. Twitter-User Sahil Bakshi geht noch weiter: «Dänemark wurde bestohlen!» – und erhält dafür viel Zuspruch.

Freuen darf sich derweil die italienische Mannschaft, die nun im Final am Sonntag auf England trifft. Zahlreiche neutrale Fans feuern nun die Italiener an, weil sie England den Titel nach diesen drei Vorfällen im Spiel vom Mittwochabend nicht mehr gönnen. Hinzu kommen noch die Pfiffe der englischen Fans während der Dänemark-Hymne. Ein Grossteil der 60’000 Zuschauerinnen und Zuschauer im Londoner Wembley-Stadion werden am Sonntagabend aber wohl anderer Meinung sein.

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