Die Hüfthose ist zurück – Vor diesem Modetrend fürchten sich Millennials
Model Tegan Amelia in der Hüftjeans, der It-Hose der Saison.

Model Tegan Amelia in der Hüftjeans, der It-Hose der Saison.

Instagram/teganameliabarker
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Low, Low, LowVor diesem Modetrend fürchten sich Millennials

Die Hüfthosen aus den 90ern erobern gerade die Garderoben von Stars und der Gen-Z: Jeans sitzen jetzt wieder richtig, richtig tief.

von
Johanna Senn

Letztes Jahr wurde auf Tiktok die Skinny Jeans für passé erklärt. Dafür kehren neue Trends aus der Vergangenheit zurück in die Schränke. Von sichtbaren Tangas über Ed Hardy bis hin zu Strass auf den Zähnen – aktuell sind die frühen 2000er zurück. Neuestes Kleidungsstück, das vom Modefriedhof den Weg zurück an die Körper findet, ist die Hüfthose oder auch Low-Rise-Jeans.

Der Liebling von Stars und Designern

Dass der Hosenbund wieder Richtung Intimbereich rutscht, konnte man bereits erahnen, als Models wie Bella Hadid in sehr tief sitzenden Hosen ihre Bauchmuskeln herzeigten. Für ein Dinner in Cannes kombiniert Bella Hadid ihre baggy Anzughose, die auf der Hüfte sitzt, mit einem Korsett-Top:

Auch Hailey Bieber lässt tief blicken:

Nicht nur an den gestählten Körpern der Models und It-Girls, sondern auch auf dem Runway sind Hüfthosen präsent. Shows wie die von Missoni oder MSGM für Frühling und Sommer 2022 zeigten, dass die Low-Rise-Hosen vorerst gekommen sind, um zu bleiben:

Millennials haben schlechte Erinnerungen an den Trend

Die Gen-Z feiert die Low-Rise Jeans auf Tiktok. Zum Hashtag gibt es über 71 Millionen Beiträge auf der Social Media App. Dort zeigen junge Menschen in kurzen Videos, welche Low-Rise Jeans sie sich gekauft haben und wie sie sie stylen. Auf weniger positives Feedback stösst das Comeback der Hüfthosen bei den Millennials. Viele von ihnen verbinden die Hosen mit einer Zeit, als nur spindeldürre Körper in der Mode einen Platz hatten. «In dieser Zeit ging es nie um die Mode», sagt Youtuberin Closet Raid zum Thema. «Es ging darum, wie dünn du bist.»

Auch auf Tiktok sprechen sich die älteren Userinnen und User gegen den Trend aus und weisen darauf hin, dass die Glorifizierung superdünner Körper sich damals durch die mediale Berichterstattung und das eigene Denken hindurchzog.

Viele zeichnen solche Trends auch für Essstörungen verantwortlich. Aus diesen Gründen stehen Millennials der Hüfthose skeptisch gegenüber und fürchten, dass sie erneut ein ähnliches Klima in der Modewelt auslösen könnte. So hat sich auf Tiktok auch der Hashtag «Nolowrisejeans» etabliert, unter dem vor allem Frauen erklären, wieso sie nicht wollen, dass der Trend zurückkommt.

Ikone der 90er nicht nur für XS-Körper

In den 90ern und frühen 2000ern waren es tatsächlich vor allen Dingen dünne Menschen, die sich an die Hose wagten. So zum Beispiel Model Kate Moss, die damals auch Sätze wie «nichts schmeckt so gut wie dünn zu sein» von sich gab:

Auch die extrem tief sitzenden Hosen der superschlanken Paris Hilton sind im kollektiven Gedächtnis geblieben:

Dabei sind Hüfthosen keineswegs nur dünnen Menschen vorenthalten. Wie etwa Influencerin Holly Marston zeigt:

So stylst du die Hose

Hüfthosen und Croptops, also bauchfreie Shirts, passen zusammen wie Zopf und Butter: Das Croptop sorgt dafür, dass alle wissen, WIE tief deine Hose wirklich sitzt. Wer besonders mutig ist und die frühen 2000er komplett aufleben lassen will, lässt den Tanga hervorblitzen – wie Bloggerin Tegan Amelia Barker:

Natürlich kannst du den Look auch mit deinem liebsten Pulli oder Cardigan kombinieren, das passt auch besser zu den aktuellen Temperaturen. Wenn du es mit dem Cardigan-Look probierst, kannst du auch einfach dein letztes Knöpfli offen lassen, um deinem Bauchnabel etwas Luft zu gönnen:

Wenn deine Low-Rise Jeans von der Baggy-Sorte ist, kannst du dazu ein oversized T-Shirt kombinieren. Ganz wie Kim Kardashian in den 90ern:

Hast du oder hat jemand, den du kennst, eine Essstörung?

Hier findest du Hilfe:

Fachstelle PEP, Beratung für Betroffene und Angehörige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Elternberatung, Tel. 058 261 61 61

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