Vor Entsorgungshof: Müll landete einfach auf Trottoir
Aktualisiert

Vor Entsorgungshof: Müll landete einfach auf Trottoir

Müll-Chaos in der Stadt Bern: Weil die Büezer am 1. Mai frei hatten, blieben die Entsorgungshöfe zu. Dies hinderte viele Leute aber nicht daran, ihren Abfall zu deponieren.

«So etwas ist extrem mühsam», sagt Beat Hunziker, Leiter Abfallentsorgung der Stadt Bern. Den Weg zu ihrem Arbeitsort mussten sich die Büezer des Entsorgungshofs Egelsee gestern regelrecht freischaufeln: Vor dem Eingangstor stapelte sich der Abfall.

Viele Leute hatten wohl nicht realisiert, dass die Entsorgungshöfe am 1. Mai geschlossen sind – und ihren Müll kurzerhand aufs Trottoir gekippt. «Einfach unverständlich», sagt Hunziker. Schon seit Jahren gelte der 1. Mai als Freitag für die städtischen Angestellten. «Bis anhin hatten wir noch nie ein solches Problem.» Selbst an offiziellen Feiertagen komme es kaum vor, dass Leute ihren Abfall vor dem Entsorgungshof deponierten.

Umso mehr waren die Egelsee-Arbeiter überrascht, als sich gestern vor ihren Toren Müllberge türmten. «Die Beseitigung des Abfalls hat uns den ganzen Morgen beschäftigt», so Hunziker. Vier Männer und zwei Kehrichtwagen brauchte es, um die Durchfahrten zu räumen.

Hunziker: «Nun müssen wir uns überlegen, wie solche Vorkommnisse künftig verhindert werden können. Schliesslich machen sich die Leute mit diesem Verhalten strafbar.»

Raffaela Moresi

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