Aktualisiert

Vor Gericht: Israelischer Kommandant tötete Palästinensermädchen

Ein israelischer Truppenkommandant muss sich nach der Tötung eines 13-jährigen palästinensischen Schulmädchens vor einem Militärgericht verantworten.

Das berichteten israelische Medien am Dienstag.

Laut Anklageschrift habe der Mann bei dem Vorfall Anfang Oktober im südlichen Gazastreifen seine Waffe unrechtmässig gegen das Kind eingesetzt. Die Leiche der Palästinenserin war von Kugeln durchsiebt gewesen.

Das Zweite Israelische Fernsehen veröffentlichte am Montagabend Aufnahmen des Funkverkehrs zwischen dem Kommandanten und seinen Untergebenen während des blutigen Vorfalls.

«Es ist ein kleines Mädchen, sie ist zu Tode erschrocken», berichtete dabei einer der Soldaten in einem Stützpunkt im Gazastreifen über eine «verdächtige Person». Kurz darauf teilte der Kommandant über Funk mit, er habe «die Tötung (des Mädchens) sichergestellt».

Laut dem Fernsehbericht schossen die Soldaten immer weiter auf das Kind, obwohl sie wussten, dass es sich um ein Mädchen handelte.

Zunächst hatten die Soldaten angegeben, sie hätten gedacht, das Kind wolle einen Sprengsatz legen. Der israelische Generalstabschef Mosche Jaalon hatte sich hinter den inzwischen angeklagten Kommandanten gestellt und mitgeteilt, er glaube an dessen Version.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.