Vier Tote in Rupperswil AG: Vor ihrem Tod holte Carla S. bei zwei Banken Geld
Aktualisiert

Vier Tote in Rupperswil AGVor ihrem Tod holte Carla S. bei zwei Banken Geld

Carla S. (48) und ihre Söhne Davin (13) und Dion (19) sowie dessen Freundin Simona (21) sind die vier Todesopfer von Rupperswil. Kurz vor der Tat ging die Mutter zu zwei Banken.

Die vier Opfer der Bluttat im aargauischen Rupperswil sind identifiziert. Es handelt sich um eine 48-jährige Frau, ihre Söhne im Alter von 13 und 19 Jahren sowie die 21-jährige Freundin des älteren Sohnes. Das gab die Staatsanwaltschaft am Abend bekannt.

Carla S.* und ihre zwei Söhne hatten in dem Haus gewohnt, in dem es am Montag zur Bluttat gekommen war. Die 21-Jährige war bei der Familie zu Besuch gewesen, wie die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau mitteilte.

Die vier waren am Montag tot im Haus aufgefunden worden. Sie wiesen Stich- oder Schnittverletzungen auf. Der Täter befindet sich gemäss Staatsanwaltschaft nicht unter den Toten.

Zwei Bargeldbezüge

Gesucht werden Zeugen, die Carla S. am Montagmorgen gesehen oder mit ihr gesprochen haben. Das spätere Opfer hat ersten Ermittlungsergebnissen zufolge um zirka 9.50 Uhr zunächst an einem Geldautomaten in Rupperswil und danach um zirka 10.10 Uhr in einer Bankfiliale in Wildegg Geld bezogen, schreibt die Oberstaatsanwaltschaft.

Weiter werden Zeugen gesucht, die das Auto der 48-Jährigen, einen schwarzen Audi A3 mit der Nummer AG 301'479, am Montagmorgen gesehen haben. Hinweise nimmt die Polizei unter der Nummer 062 835 81 81 entgegen.

«Wir können keine weiteren Angaben machen», sagte Kapo-Sprecher Roland Pfister. «Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.» Angaben zur Tatwaffe, den abgehobenen Geldbeträgen oder Verdächtigen machte Pfister auf Anfrage nicht.

Kein Fahndungsaufruf

Für die Staatsanwaltschaft steht jedoch fest, dass der Brand im Wohnhaus in Rupperswil bei Aarau absichtlich gelegt worden war. Offenbar sollten auf diese Weise die Spuren verwischt werden. Eine Tatwaffe wurde bislang nicht gefunden.

Es wurde kein Tatverdächtiger festgenommen. Die Ermittlungsbehörden erliessen auch keinen Fahndungsaufruf. Die Staatsanwaltschaft führt ein Strafverfahren wegen mehrfacher vorsätzlicher Tötung.

*Name der Redaktion bekannt

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