Aktualisiert 12.02.2011 23:16

Umsturz in Ägypten«Vor unseren Augen spielt sich Geschichte ab»

Am Freitag hatte der Bundesrat Gelder des Mubarak-Clans blockiert, nachdem er mit den gleichen Personen jahrelang politische Beziehungen gepflegt hatte. Micheline Calmy-Rey rechtfertigt das Vorgehen.

Die Schweiz müsse «mit allen Ländern wenn immer möglich gute Beziehungen» pflegen, sagt Micheline Calmy-Rey.

Die Schweiz müsse «mit allen Ländern wenn immer möglich gute Beziehungen» pflegen, sagt Micheline Calmy-Rey.

Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey äussert sich erstmals zum Umsturz in Ägypten. «Vor unseren Augen spielt sich Geschichte ab», schrieb Calmy-Rey in einem schriftlich geführten Interview mit der «NZZ am Sonntag».

Die Ereignisse in Ägypten seien «einmalig» und würden sie persönlich sehr beeindrucken. Aus den Ereignissen in Ägypten lasse sich zumindest eine Lehre ziehen, schreibt die Bundespräsidentin: «Autoritäre und ungerechte Regierungsformen haben keine Zukunft.»

Im Interview rechtfertigt Calmy-Rey auch das Vorgehen des Bundesrates, der am Freitag die Gelder des Mubarak-Clans blockiert hatte, nachdem er mit den gleichen Personen jahrelang politische Beziehungen gepflegt hatte. Die Schweiz müsse «mit allen Ländern wenn immer möglich gute Beziehungen» pflegen, sagt Calmy-Rey dazu. Ebenso konsequent müsse sie aber dafür sorgen, «dass kein schmutziges Geld den Weg auf unseren Finanzplatz findet».

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