Extinction Rebellion in Bern – Klima-Aktivisten kleben sich ans Bundeshaus
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Extinction Rebellion«Vorgeschmack auf Zürich» – Klima-Aktivisten kleben sich ans Bundeshaus

Am Dienstagmorgen klebten sich Klima-Aktivistinnen und -Aktivisten mit Sekundenkleber ans Bundeshaus. Erst nach zwei Stunden konnten sie losgelöst werden.

von
Lucas Orellano

Aktivistinnen und Aktivisten von Extinction Rebellion klebten sich ans Bundeshaus.

20min/Simon Glauser

Darum gehts

  • Aktivistinnen und Aktivisten von Extinction Rebellion klebten sich am Dienstagmorgen ans Bundeshaus.

  • Die Aktion sei ein «Vorgeschmack» dafür, was im Oktober Zürich erwarte, sagt die Organisation.

  • Die fünf Personen wurden abgeführt. Es werden derzeit rechtliche Konsequenzen geprüft.

Extinction Rebellion drohte am Sonntag damit, Zürich lahmzulegen. Am Dienstag bekam es Bern mit einer Aktion zu tun: Klima-Aktivistinnen und -Aktivisten klebten sich mit Sekundenkleber ans Bundeshaus. Wie die Organisation in einer Medienmitteilung schreibt, ging es darum, ein Eingreifen der Polizei zu provozieren.

«Damit wollen die Rebellen zeigen, dass sie ganz normale Menschen sind, die friedlich und respektvoll handeln, aber bereit sind, ihren Körper aufs Spiel zu setzen, um die Gesellschaft von der Klippe wegzulenken, auf die sie zusteuert», heisst es im Communiqué. Die Aktion sei ein «Vorgeschmack» auf die Rebellion, die Zürich im Oktober erwarte.

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Klima-Aktivistinnen und -Aktivisten von Extinction Rebellion haben sich am Dienstagmorgen mit Leim an den Westflügel des Bundeshauses angeklebt.

Klima-Aktivistinnen und -Aktivisten von Extinction Rebellion haben sich am Dienstagmorgen mit Leim an den Westflügel des Bundeshauses angeklebt.

20min/Simon Glauser
Es ging darum, ein Eingreifen der Polizei zu provozieren.

Es ging darum, ein Eingreifen der Polizei zu provozieren.

20min/Simon Glauser
Das schrieb die Organisation in einer Medienmitteilung.

Das schrieb die Organisation in einer Medienmitteilung.

20min/Simon Glauser

Polizei erscheint nach 10 Minuten

Wie die «Berner Zeitung» schreibt, klebten sich gegen neun Uhr fünf Personen ans Bundeshaus. Die Polizei sei nach zehn Minuten erschienen, habe die Personalien aufgenommen und den Aktivistinnen und Aktivisten acht Minuten Zeit gegeben, um ihre Hände vom Bundeshaus zu lösen. Nachdem die Frist abgelaufen war, verwies sie alle nichtangeklebten Personen vom Gelände.

Kurz vor elf Uhr, also zwei Stunden nach Beginn der Aktion, gelang es Rettungssanitäterinnen, bei zwei Aktions-Teilnehmenden die Hand zu lösen. Bis 11.15 Uhr waren alle befreit – und wurden von der Polizei abgeführt. «Die Personen wurden für weitere Abklärungen auf einen Polizeiposten mitgenommen», sagt Mediensprecherin Lena Zurbuchen auf Anfrage von 20 Minuten. Derzeit werde abgeklärt, ob die Aktion für die Aktivistinnen und Aktivisten strafrechtliche Folgen habe.

Brief an Bundeskanzlei

Nach eigenen Angaben hatte Extinction Rebellion zuvor mit der Bundeskanzlei einen Termin vereinbart, um einen Brief zu übergeben. Darin stehe eine Aufforderung: Der Bundesrat soll die Wahrheit darüber sagen, wie schlecht es um Klima und Ökologie wirklich bestellt sei, dringende Massnahmen ergreifen und die Menschen sich beteiligen lassen. Die Polizei sei zuvor über die geplante Aktion informiert worden.

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