Rechnungschaos bei Bildungsdirektion – Vorgezogene Ferien – Eltern müssen trotzdem Kinderbetreuung zahlen
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Rechnungschaos bei BildungsdirektionVorgezogene Ferien – Eltern müssen trotzdem Kinderbetreuung zahlen

Der Kanton Bern hatte die Weihnachtsferien wegen der Corona-Lage vorgezogen. Ein Betreuungsangebot gab es nur für Notfälle, dieses sollen Eltern jetzt bezahlen, auch wenn sie ihre Kinder selbst betreut haben.

Jan Flückiger, ein betroffener Familienvater aus Bern, findet das eine Frechheit. «Wir zahlen Steuern, wir zahlen die Kinderbetreuung, die Schule wird eine Woche vorher geschlossen und nachher wird einem etwas in Rechnung gestellt, das man gar nicht bezogen hat», sagt er gegenüber 20 Minuten. Zwar wurde eine Notbetreuung gestellt, es wurde aber ausdrücklich gesagt, dass diese nur zu nutzen sei, wenn ein Notfall besteht. Jan Flückiger und seine Partnerin habe sich deshalb organisiert und früher Ferien genommen, um diesen Dienst nicht in Anspruch nehmen zu müssen. Es geht für Jan Flückiger nicht um das Geld, sondern ums Prinzip. Die Rechnung hat er beglichen. Er verstehe den solidarischen Gedanken hinter der Rechnung. Doch nach zwei Jahren Corona sollte der Kanton sein Chaos im Griff haben.

Die Bildungsdirektion Kanton Bern nimmt Stellung: «Angesichts der Kurzfristigkeit wurden die Betreuungsgebühren der Tagesschule für die Woche vom 20. bis zum 24. Dezember 2021 in Rechnung gestellt.» Wie der Kanton weiter ausführt, wird nun den Eltern für alle Kinder, die im Dezember 2021 in der Tagesschule angemeldet waren, pauschal eine Woche Betreuungsgebühren erlassen. Dies sei aber erst gekommen, nachdem sich die Eltern beschwert hatten, bemängelt Jan Flückiger. Über die Rückerstattung freue er sich zwar, er sieht aber deutliches Verbesserungspotential in der Kommunikation des Kantons.

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(Team Video News)

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