Basel, Servette und Luzern mit dabei - Vorhang auf für die Conference League
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Basel, Servette und Luzern mit dabeiVorhang auf für die Conference League

2021/22 startet mit der Europa Conference League ein neuer dritter Europapokal-Wettbewerb. Am Donnerstag gilt es für Basel und Servette bereits ernst.

von
Florian Gnägi
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Die neue Realität für die meisten Schweizer Europapokal-Teilnehmer: Die Europa Conference League.

Die neue Realität für die meisten Schweizer Europapokal-Teilnehmer: Die Europa Conference League.

(Uefa)
Der FCB bekommt es in der 2. Quali-Runde mit Partizani Tirana aus Albanien zu tun.

Der FCB bekommt es in der 2. Quali-Runde mit Partizani Tirana aus Albanien zu tun.

imago images/Geisser
Die Basler dürfen sich beim Rückspiel auf heissblütige Fans in Tirana gefasst machen.

Die Basler dürfen sich beim Rückspiel auf heissblütige Fans in Tirana gefasst machen.

imago/GEPA pictures

Darum gehts

  • Die Uefa hat auf die neue Saison hin einen dritten Europapokal-Wettbewerb eingeführt.

  • In der neugeschaffenen «Europa Conference League» treten 2021/22 Basel, Servette und Luzern für die Schweiz an.

  • Basel bekommt es in der 2. Quali-Runde mit Partizani Tirana aus Albanien zu tun, Servette spielt gegen Molde FK aus Norwegen.

  • Cup-Sieger Luzern greift erst in der 3. Quali-Runde ins Geschehen ein.

Schweizer Fussball-Fans aufgepasst! In der kommenden Saison heisst mit Ausnahme von Meister YB die europäische Realität für die Super-League-Clubs nicht mehr Champions – oder Europa League, sondern Conference League. Die Uefa lanciert ab dieser Saison den neuen Europapokal-Wettbewerb, der noch mehr Teams aus kleineren Nationen die Teilnahme am internationalen Geschäft sichern soll.

Aus der Schweiz treten bereits am Donnerstag mit Vizemeister Basel und dem letztjährigen Liga-Dritten Servette zwei Teams in den Hinspielen der 2. Qualifikationsrunde der Conference League an. Der FCB bekommt es dabei mit Partizani Tirana zu tun. Der 16-fache albanische Meister bezwang zuvor in der 1. Quali-Runde Sfintul Gheorghe Suruceni aus Moldawien mit einem 5:2-Sieg im Hinspiel zuhause und einem 3:2-Erfolg auswärts.

Luzern erst ab Quali-Runde 3 dabei

Obwohl die Albaner dank der Spiele gegen Suruceni im Gegensatz zu Basel bereits voll im Ernstkampf-Rhythmus sind, ist das Team von Patrick Rahmen in dieser Begegnung der klare Favorit und sollte sich im Normalfall durchsetzen. Für Servette kommt es zum Duell gegen den norwegischen Vizemeister Molde FK, wo einst auch Shootingstar Erling Haaland seine Karriere lancierte.

Der FC Luzern kann die Auftritte der Liga-Konkurrenten noch vom Sofa aus verfolgen, da der Cupsieger erst in der 3. Quali-Runde ins Geschehen eingreift. Dort wartet aber wohl ein harter Brocken. Sollte sich Feyernoord Rotterdam gegen KF Drita durchsetzen, wären die Niederländer der Gegner der Innerschweizer.

Challenge-League-Club Vaduz ist als liechtensteinischer Cup-Sieger ebenfalls für die Conference League qualifiziert. Die Ländle-Kicker treffen in der 2. Quali-Runde auf Ujpest Budapest aus Ungarn. Besonders interessant: Sollte der FCB und Vaduz weiterkommen, kämme es in der dritten Runde zum Direktduell. uf Luzern wartet wohl e

Neuer Wettbewerb mit lukrativen Prämien

Der Modus im neugeschaffenen Wettbewerb funktioniert so, dass es insgesamt drei Quali-Runden und eine Playoff-Runde gibt, ehe die Gruppenphase mit 32 Teams in acht Vierergruppen ansteht. Etwas komplizierter wird es dann beim Ermitteln der K.o.-Phasen-Teilnehmer: Die acht Gruppensieger qualifizieren sich für den Achtelfinal, die acht Gruppenzweiten spielen mit den acht Gruppendritten der Europa League in den sogenannten «Playoffs der K.-o.-Runde» die restlichen acht Achtelfinalisten aus. Die K.-o.-Runden werden dabei wie die Partien in der Qualifikation in Hin- und Rückspielen ausgetragen.

Neben sportlichem Ruhm und Punkten für den Uefa-Koeffizienten gibt es in der Conference League natürlich auch Prämien abzustauben, die verglichen mit der Champions League zwar wesentlich kleiner, für Schweizer Clubs aber immer noch sehr willkommen sind. Für das Antreten in der 2. Quali-Runde schüttet die Uefa jedem Team jeweils 350’000 Euro Startgeld aus.

Beim Erreichen der 3. Quali-Runde fliessen zusätzliche 550'000 Euro auf das Konto und beim Erreichen der Playoffs noch mal 750'000 Euro. Diese Gelder sind durchschnittlich deutlich höher als die 220'000 bis 300'000 Euro, die es für das Überstehen einer Europa-League-Quali-Runde bisher gab, in der die meisten Schweizer Teams im Europapokal bis zu dieser Saison hin antreten mussten.

In der Qualifikation zur Europa League werden ab sofort nur noch 100'000 Euro pro Runde ausgeschüttet. Die Begründung für die tieferen Gelder im zweithöchsten europäischen Club-Wettbewerb liegt darin, dass durch die Conference League ein zusätzliches Auffangbecken für die Teams besteht, die aus der Europa-League-Quali fliegen. Für die Clubs, die in der Qualifikation zur Conference League scheitern, ist das Europapokal-Abenteuer dann endgültig beendet.

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