Urteil vertagt: Vorläufig keine Europa League in Sitten
Aktualisiert

Urteil vertagtVorläufig keine Europa League in Sitten

Der FC Sion spielt am Donnerstag nicht gegen Udinese in der Europa League. Das Waadtländer Kantonsgericht wird erst in einer Woche ein Urteil fällen.

Christian Constantin muss sich gedulden.

Christian Constantin muss sich gedulden.

Am Dienstag fand eine vierstündige Anhörung vor der Richterin statt. Der FC Sion war unter anderem durch Präsident Christian Constantin vertreten, UEFA-Boss Michel Platini war derweil nicht angereist. Zu einem Entscheid kam es nicht.

Am 13. September hatte das Gericht eine superprovisorische Verfügung erlassen, die es dem FC Sion ermöglichen sollte, die Europa League zu bestreiten. Aus dieser war der Schweizer Vertreter von der UEFA trotz erfolgreicher Qualifikation ausgeschlossen worden, weil er gemäss dem europäischen Verband gegen die auferlegte Transfersperre verstossen hatte. Die UEFA weigerte sich, dem Urteil des Kantonsgericht Folge zu leisten, da der FC Sion noch nicht alle Rekursmöglichkeiten auf Sportgerichts-Ebene ausgeschöpft hat.

Fanzug des FC Sion in Neuchâtel

Das Kantonsgericht lässt sich nun eine Woche Zeit, ehe es sich zum Fall erneut äussert. Allerdings musste die UEFA bereits am Dienstag klarstellen, wie die Walliser wieder in die Europa League eingegliedert werden könnten, sollte dies nötig werden. Der europäische Verband würde dann die Partien der Sittener zwischen dem 18. Dezember und 16. Februar ansetzten, also mitten in der Winterpause.

Christian Constantin parle de l'hooliganisme

Bis sich das Kantonsgericht erneut äussert, dürfte der Sportgerichtshof CAS sein Urteil gefällt haben, womöglich äussert er sich bereits am Mittwoch. Der CAS muss entscheiden, ob der FC Sion die Transfersperre bereits verbüsst hatte, als er die sechs Spieler Stefan Glarner, José Gonçalves, Billy Ketkeophophone, Pascal Feindouno, Gabri und Mario Mutsch verpflichtete.

Bestätigt der CAS die Entscheide der Swiss Football League, die Spieler nicht zu qualifizieren, wäre das Zivilgericht in Martigny wieder an der Reihe sich zu äussern. Am 5. August hatte das Walliser Tribunal superprovisorisch die Qualifikation der sechs Spieler angeordnet. "Wird der Entscheid bestätigt, dann müssen wir uns diesem fügen, auch wenn der CAS anderer Meinung ist", erklärt Edmond Isoz, Senior Manager der SFL. Macht das Gericht in Martigny hingegen einen Rückzieher, drohen dem FC Sion Forfait-Niederlagen in allen Meisterschaftspartien, in denen die Neuzugänge eingesetzt wurden. (si)

Deine Meinung