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ParlamenteVormarsch der Frauen, Schweiz weit hinten

Die Zahl weiblicher Parlamentarier hat weltweit einen neuen Höchststand erreicht. In diesem Ranking fällt die Schweiz aber hinter Drittweltländer zurück.

SP-Nationalraetin Pascale Bruderer.

SP-Nationalraetin Pascale Bruderer.

Die Schweiz liegt über dem Schnitt, ist aber in den letzten Jahren von einigen Drittweltländern «überholt» worden. Das geht aus den jüngsten Zahlen hervor, die die Interparlamentarischen Union (IPU) mit Blick auf den Tag der Frauen veröffentlichte. Anfang 2011 waren demnach knapp 19,2 Prozent aller Mitglieder nationaler Parlamente weltweit weiblich.

Damit sind Frauen in der Politik zwar noch in der Minderheit, sie können aber Fortschritte verbuchen, stellt die IPU fest: 2000 lag der Frauenanteil in Parlamenten noch bei 13,1 Prozent.

Nur 43 Staaten weltweit erreichen den UNO-Zielsatz von 30 Prozent Frauenanteil in den Parlamenten, hält die IPU fest. Immerhin konnten im vergangenen Jahr aber weitere 10 Länder die 30 Prozent erreichen.

Schweiz hinter Deutschland, aber vor den anderen Nachbarländern

Nimmt man nur die grossen nationalen Parlamentskammern (also dem Nationalrat entsprechend), so lag der Frauenanteil weltweit bei 19,3 Prozent. Die Ranking-Liste mit 188 nationalen Parlamenten wird von Ruanda angeführt, das dank einer Frauenquote auf 56,3 Prozent kommt - vor Schweden mit 45 Prozent.

Die Schweiz hält sich mit 29 Prozent Nationalrätinnen auf Platz 27. Sie rangiert hinter Deutschland, aber vor Österreich, Liechtenstein, Italien und Frankreich.

Nach Ländergruppen liegen die Parlamente Nordeuropas mit 41,6 Prozent Frauenanteilen an der Spitze. Es folgen die Länder Amerikas (22,4 Prozent) und das übrige Europa (20 Prozent). Am Schluss rangieren die arabischen Länder mit 12,5 Prozent. Frauen-Quoten haben allerdings in einigen dieser Länder (wie Jordanien und Irak) Fortschritte gebracht.

(sda)

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