«Vorposten der Tyrannei»
Aktualisiert

«Vorposten der Tyrannei»

Die designierte US-Aussenministerin Condoleezza Rice hat bei bei ihrer Anhörung durch den Senat sechs Staaten als «Vorposten der Tyrannei» bezeichnet.

Damit meinte sie Birma, Kuba, Iran, Nordkorea, Simbabwe und Weissrussland.

Die Vereinigten Staaten solidarisierten sich mit den unterdrückten Menschen in diesen Ländern, sagte sie am Dienstag in Washington.

Die Verbreitung von Demokratie und Freiheit nannte Rice als zentrale Aufgabe der US-Aussenpolitik: «Wir können nicht ruhen, bis jede Person, die in einer Gesellschaft der Furcht lebt, schliesslich ihre Freiheit gewonnen hat.»

Mit Allianzen und multilateralen Institutionen könnten jene Länder, «welche die Freiheit lieben», ihre Kräfte vervielfachen, betonte sie in einem Manuskript ihres Statements, das vorab veröffentlicht wurde.

Rice nannte den Kampf gegen den Terrorismus als ein vorrangiges Feld, auf dem sie mit den anderen demokratischen Staaten zusammenarbeiten wolle. Die USA könnten diesen Kampf nicht allein gewinnen.

In diesem Sinn bekannte sich Rice zur Zusammenarbeit mit den multilateralen Institutionen und den traditionellen Verbündeten der Vereinigten Staaten. Die Beziehungen der USA zum Rest der Welt «müssen eine Unterhaltung, nicht ein Monolog sein», sagte Rice.

Die bisherige Nationale Sicherheitsberaterin sollte sich in der auf zwei Tage angesetzten Anhörung den Fragen der Senatoren stellen, die ihre Nomininierung bewilligen müssen. Allgemein wurde in Washington erwartet, dass die Ernennung von Rice im Senat auf keine Schwierigkeiten stösst.

(sda)

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