18.09.2014 19:54

Gegenstände auf der Fahrbahn

Vorsicht auf der A1 - Samstag ist Ikea-Tag

Auf Autobahnen ist die Fahrt am Samstag wegen Hindernissen besonders gefährlich: Weil viele Schweizer Zeit zum Einkaufen haben, können Möbel oder Matratzen den Verkehr gefährden.

von
gbr
Vorbildlich: Ein Mann bindet ein neu gekauftes Möbelstück fachgerecht auf dem Autodach fest.

Vorbildlich: Ein Mann bindet ein neu gekauftes Möbelstück fachgerecht auf dem Autodach fest.

«Samstag nennen wir bei uns Ikea-Tag», sagt Marc-André Luy, Verantwortlicher für die Region West des Nationalstrassenunterhalts Bursins im Kanton Waadt, zur Zeitung «La Côte». Sein Team entfernt jährlich 115 Tonnen Abfall von der A1 - doch an Samstagen hat die Crew besonders viel zu tun. Luy erklärt: «An diesen Tagen finden wir regelmässig Matratzen oder andere Möbel auf der Fahrbahn, die von einem Auto gefallen sind.»

Der Fachmann für saubere Strassen im Welschland erzählt von 350 Kubikmetern Abfall jährlich - allein vom Nationalstrassenabschnitt in der Westschweiz. Fast nie übernehme jemand die Verantwortung für die verlorenen Möbelstücke, die den Verkehr gefährden: Ihre Besitzer, die ihre Waren nicht fachgerecht am Auto befestigten, würden in der Regel einfach weiterfahren.

Gefährliche Gegenstände auch in der Deutschschweiz ein Problem

«Es kommt auch bei uns vor, dass Leute Ladungen verlieren nach dem Einkaufen», sagt Benedikt Flück, Mitglied der Geschäftsleitung vom Nationalstrassenunterhalt Nordwestschweiz NSNW AG. Allerdings komme das glücklicherweise nicht häufig vor - und sein Dienst stelle keine Häufung am Wochenende fest. «Tote Tiere und sonstigen Abfall müssen wir fast häufiger entsorgen», so Flück.

«Auch wir haben natürlich verlorene Ladungen», sagt Edwin Bühler, Leiter der Gebietseinheit VII, zum Unterhalt der Nationalstrassen in den Kantonen Zürich, Schaffhausen und Schwyz. Private Sünder gebe es dabei auch - allerdings seien gewerbliche Ladungen in der Mehrheit. «Viele befestigen die Sachen nicht fachgerecht, benutzen zum Beispiel keine Netze», so Bühler. Das Problem sei die ganze Woche über gleich gross.

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