Weste an!: Vorsicht auf der Limmat! – das musst du beim Limmatböötle beachten
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Weste an!Vorsicht auf der Limmat! – das musst du beim Limmatböötle beachten

Das warme Wetter zieht die Leute ans Wasser. Bei den Zürcherinnen und Zürchern ist dafür das Limmatböötle beliebt. Um heil anzukommen, sollten folgende Punkte beachtet werden.

von
Shila Ochsner
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Limmatböötle ist bei Zürcherinnen und Zürchern bei schönem Wetter äusserst beliebt.

Limmatböötle ist bei Zürcherinnen und Zürchern bei schönem Wetter äusserst beliebt.

20min/Anna Bila
Mehrere Schilder und Signalisationen warnen vor dem Höngger-Wehr, damit der Ausstieg nicht verpasst wird. 

Mehrere Schilder und Signalisationen warnen vor dem Höngger-Wehr, damit der Ausstieg nicht verpasst wird. 

EKZ
Das Höngger-Wehr ist ein grosses Hindernis auf der Limmat, das man dringend umgehen muss.

Das Höngger-Wehr ist ein grosses Hindernis auf der Limmat, das man dringend umgehen muss.

EKZ

Darum gehts 

Mit dem Gummiboot die Limmat hinunterfahren, ist bei Zürcherinnen und Zürchern sehr beliebt, vor allem wenn die Wetterprognose über 30 Grad verspricht. Doch was nach Entspannung klingt, kann sehr gefährlich werden. Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ), das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) wie auch die Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft (SLRG) warnen deshalb und raten, folgende Regeln zu beachten: 

Diese Regeln sollten im Fluss beachtet werden

In erster Linie sollen die Freizeitkapitäninnen und -kapitäne auf die Sicherheit im Sinne der Prävention sensibilisiert werden. Es muss gemäss Gesetz eine Rettungsweste für jede Person auf dem Boot mitgeführt werden und das Boot muss mit Name und Adresse beschriftet sein. «Wir empfehlen, die Weste auch zu tragen und die Telefonnummer ebenfalls zu notieren», sagt Thöme Jeiziner, Sprecher des EWZ. Wenn diese Vorschriften missachtet werden, könne es gemäss Stadtpolizei zu Ordnungsbussen kommen.  

Gefährliches Hindernis

An einem schönen Wochenende können Hunderte Boote auf der Limmat unterwegs sein, deshalb sei es wichtig, aufeinander Rücksicht zu nehmen und sich vorab über die Strecke zu informieren. «Die Fliesskräfte dürfen nicht unterschätzt werden. Deshalb ist es lebenswichtig, gerade vor dem Höngger-Wehr rechtzeitig auszusteigen. Gerät man über das Wehr in die Wasserwalze, ist dies absolut lebensgefährlich!», sagt Jeiziner. Um den Ausstieg nicht zu verpassen, seien entsprechende Signalisationen und Plakate unterwegs angebracht worden.

Die Stadtpolizei habe mit zusätzlichen Bojen schon vor der Europabrücke eine Lenkung auf den letzten Ausstieg gemacht. «Idealerweise, wenn es viele Böötler hat, ist es sinnvoll, auch den Ausstieg vor der Europabrücke zu benützen, damit es beim letzten Ausstieg nicht zu Stausituationen kommt», so Jeiziner.

Was macht man in einer Notsituation?

Reto Abächerli, Sprecher des SLRG, rät, das Böötlen in gewissen Situationen zu unterlassen: «Nicht geübte Schwimmer oder alkoholisierte Personen sollten sich nicht aufs Wasser begeben.» Es komme regelmässig zu Notsituationen auf der Limmat, besonders beim Höngger-Wehr. «Es kann immer wieder zu gekenterten Booten oder Schockreaktionen vom kalten Wasser kommen.» In einer solchen Notsituation soll laut Abächerli, wenn möglich mit Rufen und Gesten auf sich aufmerksam gemacht werden. Ebenso sollten bei Gewitterneigung Gewässer allgemein gemieden werden.

Warst du auch schon mal Limmatbööteln? 

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