Vorsicht bei Henna-Tattoos
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Vorsicht bei Henna-Tattoos

Immer häufiger kehren Jugendliche nach den Ferien mit einem Henna-Tattoo in die Heimat zurück – und landen dann mit Allergien beim Hautarzt. Oft mit bösen Folgen.

«Zu uns kommen immer mehr Patienten mit Ekzemen von Henna-Tattoos», sagt Dermatologin Caroline Maassen. In ihrer Küssnachter Gemeinschaftspraxis melden sich sogar Zehnjährige mit diesen Symptomen. Vor allem in arabischen Ländern und meistens am Strand werde den Eltern erzählt, die Henna-Tattoos seien harmlose Bemalungen, die auch wieder verschwinden würden, so Maassen.

Nach rund zehn Tagen würden bei Allergikern an der Stelle des Tattoos heftige Hautausschläge auftreten. Bei empfindlichen Hauttypen könne sich das Ekzem gar auf den ganzen Körper ausbreiten. Die Ausschläge können derart jucken und nässen, dass die Patienten nachts kein Auge mehr zutun.

Die Ärztin weiss: «Nicht das Henna ist das Problem, sondern ein spezieller Farbstoff, der unter anderem auch in schwarzen Haarfärbemitteln zu finden ist.» Ohne Behandlung kann der Ausschlag monatelang anhalten. Und es kann noch schlimmer kommen. «Aufgrund dieser Allergie, die ein Leben lang bestehen bleibt, können Betroffene sogar in ihrer Berufswahl eingeschränkt werden», sagt Maassen. Eine Stelle als Coiffeuse oder Fotolaborant etwa komme kaum noch in Frage.

Daniela Gigor

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