Steigende Energiepreise: Vorsicht beim Pellets- und Brennholzkauf – die Polizei warnt vor Betrügern

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Steigende EnergiepreiseVorsicht beim Pellets- und Brennholzkauf – die Polizei warnt vor Betrügern

Fake-Anzeigen für Pellets und Brennholz häufen sich, Betrugsversuche werden wegen steigender Energiepreise lukrativer. Die Polizei gibt Tipps, wie man Betrügern nicht auf den Leim geht.

von
Reto Bollmann
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Wer Holzpellets oder Brennholz kaufen will, sollte aktuell besonders aufpassen.

Wer Holzpellets oder Brennholz kaufen will, sollte aktuell besonders aufpassen.

PantherMedia / Nikola Obradovic
Bei der Kapo Waadt sind innerhalb eines guten Monats drei Anzeigen wegen Delikten im Zusammenhang mit Fake-Angeboten eingegangen – und man geht von einer grossen Dunkelziffer aus.

Bei der Kapo Waadt sind innerhalb eines guten Monats drei Anzeigen wegen Delikten im Zusammenhang mit Fake-Angeboten eingegangen – und man geht von einer grossen Dunkelziffer aus.

Tamedia AG/Thomas Egli
Aufgezogen wurden die Betrüge mit Summen zwischen 100 und 1000 Franken mittels Anzeigen auf Kleinanzeigen-Websites und in sozialen Netzwerken.

Aufgezogen wurden die Betrüge mit Summen zwischen 100 und 1000 Franken mittels Anzeigen auf Kleinanzeigen-Websites und in sozialen Netzwerken.

IMAGO/Lobeca

Inmitten immer stärker steigender Energiepreise beobachtet die Polizei momentan eine Häufung von Betrugsversuchen im Internet mittels Anzeigen für Pellets und Brennholz. Weil Pellet-Heizungen in der Schweiz boomen, werden wegen der grossen Nachfrage die gepressten Holzstäbchen knapp. Die Preise steigen – und Betrug wird lukrativer.

So gibt die Kantonspolizei Waadt an, seit Anfang Juli drei Strafanzeigen in diesem Zusammenhang erhalten zu haben. «Da nur etwa zehn bis 20 Prozent der Betrüge zur Anzeige gebracht werden und es sich um ein aufkommendes Phänomen handelt, schätzen wir, dass es deutlich mehr Fälle gibt», so Florence Frei, Kommunikationsbeauftragte der Kapo Waadt.

Betrugssumme variierte zwischen 100 und 1000 Franken

Die Betrugssumme habe zwischen 100 und 1000 Franken geschwankt. Aufgezogen wurden die Betrüge mittels Anzeigen für Brennholz und Pellets auf Kleinanzeigen-Websites und in sozialen Netzwerken. Die Täter geben sich als Unternehmen aus, die in der Holzbranche tätig sind, indem sie deren Umsatzsteuer-Identifikationsnummer angeben. Mittels gefälschter Rechnungen werde das Vertrauen der Opfer gewonnen.

Wurdest du auch schon Opfer eines Betrugsversuchs?

Wie kann man sich vor Betrug schützen?

In einem Twitter-Post rät die Polizei, potenzielle Verkäufer immer persönlich zu treffen. Zudem sollte das Unternehmen des Verkäufers über dessen offizielle Telefonnummer angerufen werden.

Im Betrugsfall soll die geschädigte Person Anzeige erstatten und sich mit der Bank in Verbindung setzen, um das Geld zurückzuerhalten. Dabei sei es wichtig, sofort zu reagieren. Wird schnell gehandelt, ist es möglich, die Gelder bei der Empfängerbank einzufrieren und sie möglicherweise zurückzubekommen. 

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