Betrugs-Falle: Vorsicht vor dieser gefährlichen SMS
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Betrugs-FalleVorsicht vor dieser gefährlichen SMS

Die Cybercrime-Polizei warnt vor einer Phishing-SMS, die momentan im Umlauf ist. Sie verleitet Personen dazu, ein teures Abo zu lösen.

von
Dominique Zeier
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Momentan ist eine Phishing-SMS im Umlauf, vor der die Polizei warnt.

Momentan ist eine Phishing-SMS im Umlauf, vor der die Polizei warnt.

Unsplash
Diese enthält einen Link, auf den der Empfänger klicken soll.

Diese enthält einen Link, auf den der Empfänger klicken soll.

cybercrimepolice.ch
Tut man dies, wird man auf eine Website weitergeleitet, die so aussieht.

Tut man dies, wird man auf eine Website weitergeleitet, die so aussieht.

cybercrimepolice.ch

Darum gehts

  • Momentan ist eine SMS im Umlauf, die einen betrügerischen Hintergrund hat.

  • Die Empfänger werden aufgefordert, Porto für ein Paket zu bezahlen, das gar nicht existiert.

  • Wer auf den Link klickt und seine Daten angibt, löst ein Abonnement.

  • Betroffene sollten sich bei der Polizei melden.

Die Cybercrime-Stelle der Kantonspolizei Zürich hat diese Woche eine Warnung vor gefährlichen Phishing-SMS herausgegeben. Konkret geht es um Textnachrichten, die dem Empfänger vorgaukeln, dass sie von einem Lieferdienst stammen, der ein Paket zustellen sollte. Laut der SMS fehlt für das Paket aber Porto, weshalb es zurückgehalten worden sei.

Wenn man die Lieferung bestätigen wolle, müsse man nur noch auf einen Link klicken und die fehlenden Gebühren bezahlen. Dafür muss der Empfänger seine Kreditkarten-Informationen angeben. Die Website, auf die man weitergeleitet wird, ähnelt jener der Post.

Abonnement gelöst

Wie die Cybercrime-Polizei mitteilt, handelt es sich dabei aber um eine betrügerische Masche. Denn wer tatsächlich seine Kreditkarten-Daten angibt, löst in Wahrheit ein Abonnement. Das Paket, welches scheinbar nicht geliefert werden kann, existiert gar nicht.

Wer sich die Geschäftsbedingungen dieses Abonnements ansieht, dem wird angezeigt, dass man nur zwei Tage Zeit hat, das Konto wieder zu kündigen. Tut man dies nicht, werden einem von der angegebenen Kreditkarte alle 30 Tage 49 Euro und 99 Cent, also umgerechnet rund 55 Franken, abgezogen.

Was ist Phishing?

Unter Phishing versteht man den Versuch, mittels gefälschter Mails, Nachrichten oder Websites an die persönlichen Daten von Nutzerinnen und Nutzer im Internet zu kommen. Betrüger versenden beispielsweise ein Mail, das angeblich von der Bank des Nutzers oder der Nutzerin stammt. Im extremsten Fall wird man unter einem Vorwand auf eine gefälschte Webseite gelockt und aufgefordert, sich einzuloggen. Tut der Nutzer oder die Nutzerin dies, hat der Betrüger nun die Login-Daten und kann theoretisch das Bankkonto plündern. Banken und andere Dienstleister warnen zwar seit Jahren vor Phishing. «Es gibt noch genug Leute, die auf Phishing hereinfallen», sagt Martin Steiger, Anwalt für Internetrecht.

Karte sperren lassen

Die Polizei weist darauf hin, dass man Nachrichten dieser Art niemals auf Anhieb vertrauen sollte. Wer tatsächlich ein Paket erwarte, solle daher stets über die offiziellen Kontaktdaten beim Lieferanten nachfragen. Keinesfalls sollten dafür die in der SMS angegebenen Kontakte verwendet werden. Die betrügerische Textnachricht sollte ausserdem umgehend gelöscht und der Link auf keinen Fall angeklickt werden.

Wer dieser Masche allerdings bereits zum Opfer gefallen ist, sollte sich umgehend bei seinem Kreditkarten-Hersteller melden. Dort sollte man die Karte sofort sperren lassen und eine neue bestellen. Wer bemerkt, dass sein Konto bereits mit einer Summe an Geld belastet wurde, sollte zusätzlich mit der örtlichen Polizeistelle Kontakt aufnehmen und eine Strafanzeige erstatten.

Digital-Push

Wenn du den Digital-Push abonnierst, bist du über News und Gerüchte aus der Welt von Whatsapp, Snapchat, Instagram, Samsung, Apple und Co. informiert. Auch erhältst du Warnungen vor Viren, Trojanern, Phishing-Attacken und Ransomware als Erster. Weiter gibt es Tricks, um mehr aus deinen digitalen Geräten herauszuholen.

So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten rechts auf «Cockpit», dann «Einstellungen» und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Beim Punkt «Themen» tippst du «Digital» an – et voilà!

Deine Meinung

73 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

ES.

20.02.2021, 10:16

Ich erhalte seit Wochen fast täglich dieses Mail von der "Post"...

Garibaldi.

20.02.2021, 08:58

Es braucht eine Cybercrime Polizei auf Steuerzahlerkosten um vor alltäglichen Phishingversuchen zu warnen? Ich glaube diese Stellenprozente kann man dann sorgenlos auf 0% reduzieren.

Vorsicht

20.02.2021, 08:51

Auch ich war ein halbes Opfer. Hab bei DHL 1.90 Euro angeklickt. Hab dann gleich ein SMS erhalten wonach ich bestätigen sollte, dass mir sage und Schreibe 320.- Fr. Belastet würden. Hab das natürlich abgelehnt, und den Zweiten Cood nicht freigeschaltet. Eine Stunde später, hab ich mein Konto aufgerufen, und hab bemerkt, dass die Überweisung trotzdem, dass ich den Bestätigungs Cood nicht eingegeben habe. Überwiesen wurde. Hab dann telephonisch Kontakt aufgenommen, Auf die Frage WARUM dass trotz Ablehnung meinerseits doch Überwiesen wurde, sagte man mir, dass da was falsch gelaufen sei. Eine Stunde später, wurde mein Konto ,trotz Sperrung, nochmals mit 160.- Euro belastet. Empfänger war ein Konto aus Hongkong. Nach dem 2. Telefon wurde dann alles zurück gebucht. Bin zwar Überzeugt, dass die Bank das Geld, nicht zurück erhalten hat. War auch ihr Fehler. wenn ich den Zweiten Bestätigung Cood NICHT eingebe.