Basel - Vorsicht, wenn du nach Zigaretten gefragt wirst
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BaselVorsicht, wenn du nach Zigaretten gefragt wirst

In Basel kam es am Wochenende zu drei Raubüberfällen. In zwei Fällen nutzten die Täter die Zigaretten-Masche, um ihren Opfern nahe zu kommen.

von
Lukas Hausendorf
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Basel
In der Webergasse wurde am Samstagmittag eine Prostituierte von einem Freier ausgeraubt. Dieser zückte eine Stichwaffe, als sie auf ihr Zimmer gingen und raubte ihr Handy.

Basel
In der Webergasse wurde am Samstagmittag eine Prostituierte von einem Freier ausgeraubt. Dieser zückte eine Stichwaffe, als sie auf ihr Zimmer gingen und raubte ihr Handy.

20 Minuten
Bei der Dreirosenanlage wurde am Sonntagmorgen nach 4 Uhr einem 48-jährigen Mann von zwei jungen französisch sprechenden Männern der Rucksack geraubt.

Bei der Dreirosenanlage wurde am Sonntagmorgen nach 4 Uhr einem 48-jährigen Mann von zwei jungen französisch sprechenden Männern der Rucksack geraubt.

Bilddatenbank Kanton Basel-Stadt
Die beiden Tatverdächtigen fragten ihn zunächst nach Zigaretten, einer der beiden Männer packte ihn dann in den Würgegriff, während der Komplize den Rucksack entriss.

Die beiden Tatverdächtigen fragten ihn zunächst nach Zigaretten, einer der beiden Männer packte ihn dann in den Würgegriff, während der Komplize den Rucksack entriss.

20min/Celia Nogler

Darum gehts

  • Am Wochenende kam es in Basel zu drei Raubüberfällen, wobei die Täter in einem Fall ohne Beute die Flucht ergriffen.

  • In zwei Fällen gingen die Räuber ihre Opfer zunächst um Zigaretten an, um ihnen nahe genug kommen zu können.

  • In allen drei Fällen konnten die Täter entkommen. Die Basler Staatsanwaltschaft ersucht um Zeugen und Hinweise.

Eine Sexarbeiterin wurde am Samstag in Basel beraubt. Laut der Staatsanwaltschaft wurde sie gegen 11.30 Uhr von zwei Männern in der Webergasse angesprochen. Mit einem von ihnen habe sie sich dann in ein Zimmer begeben, wo er sie plötzlich in den Würgegriff genommen habe. Zudem zückte der Täter eine Stichwaffe und bedrohte die 44-Jährige damit, wie es weiter heisst. In der Folge sei es ihm gelungen, das Smartphone der Frau an sich zu nehmen und in unbekannte Richtung zu entkommen.

Eine sofortige Fahndung blieb erfolglos, so die Behörden. Gesucht wird nach einem schwarzen Mann im Alter von 30 bis 35 Jahren. Der Mann sei 1,80 bis 1,85 Meter gross, von schlanker Statur, habe kurze schwarze Haare, braune Augen und volle Lippen. Zum Tatzeitpunkt habe er einen Dreitagebart gehabt und eine Jeansjacke, blaue Jeans und eine schwarze Baseballkappe getragen. Er sprach vermutlich Deutsch.

Das war nicht der einzige Raubüberfall, den die Basler Staatsanwaltschaft am Wochenende vermeldete. Am frühen Sonntagmorgen um 4.15 Uhr wurde am Unteren Rheinweg neben der Dreirosenanlage ein 48-jähriger Mann beraubt. Die beiden Täter fragten ihn zunächst nach Zigaretten. Plötzlich habe ihn einer der beiden Unbekannten in den Würgegriff genommen, während der Komplize ihm den Rucksack abnahm. Mit der Beute flüchteten die beiden in unbekannte Richtung.

Statt Goldkette gab es Schläge

Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um zwei junge Männer of Color, die beide Französisch sprachen. Auffällig: Beide hatten einen dünnen Schnurrbart. Französisch sprachen auch die beiden jungen weissen Männer, die am Freitagabend auf der Dreirosenanlage versuchten, einem 37-Jährigen die Goldkette vom Hals zu reissen. Dieser wehrte sich aber und konnte einen der Täter zu Boden schlagen. In der Folge ergriffen die beiden ohne Beute die Flucht. Auch in diesem Fall gingen die Täter ihr Opfer zunächst wegen Zigaretten an.

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Staatsanwaltschaft (061 267 71 11) oder der nächsten Polizeiwache zu melden.

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Online- und Einzelchatberatung für Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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