Zug: Vorstoss für ein gutes Image
Aktualisiert

ZugVorstoss für ein gutes Image

Durch den Sitz von Firmen wie BP Schweiz und Transocean gerät der Kanton Zug immer wieder in negative Schlagzeilen. Die Alternativen wollen nun die Privilegien für Holdings einschränken.

von
Daniela Gigor
In die Ölpest involvierte Holdings seien schädlich für Zug. (Bild: epa)

In die Ölpest involvierte Holdings seien schädlich für Zug. (Bild: epa)

Der Tiefsee-Ölbohrkonzern Transocean und die Mineralölfirma BP sind nach der Ölpest im Golf von Mexiko weltweit die grossen Bösewichte. Weil beide Firmen ihre Unternehmenssitze im Kanton Zug haben, ist auch dieser in die ­negativen Schlagzeilen geraten. Das ärgert Stefan Gisler, Kantonsrat der Alternativen – die Grünen, gewaltig: «Firmen wie Transocean oder Glencore schädigen das Image des Kantons Zug massiv.» Letzterem Unternehmen wurde unter anderem vorgeworfen, in kolumbianischen Kohleminen skrupellos gegen die Belegschaft vorgegangen zu sein.

Gisler hat nun endgültig genug von Firmen, «die in anderen Ländern Leid anrichten». Er wird deshalb einen Vorstoss einreichen, damit die Holding- und Domizilprivilegien eingeschränkt werden. «Diese Privilegien tragen dazu bei, dass unseriöse Firmen in den Kanton Zug ziehen.»

Der Zuger CVP-Landammann Peter Hegglin bestreitet, dass Imageschäden entstanden sind. «Zug wird immer wieder als positiver Wirtschaftsstandort ausgezeichnet.» Zudem sei Transocean kurz vor der Ölkatastrophe noch von Umweltschutzorganisationen ausgezeichnet worden.

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