Aktualisiert 11.11.2004 11:52

Vorwürfe gegen ETH-Professor im Fall Behring

Die ETH Zürich klärt ab, ob ihr Professor Karl Frey mit nebenamtlichen Tätigkeiten gegen die Richtlinien der Hochschule verstossen hat.

Sie hat eine Untersuchung eingeleitet. Frey soll für Anlagen beim Financier Dieter Behring geworben haben.

Die Schulleitung der ETH habe auf Antrag von Professor Frey einen externen Experten mit der Untersuchung beauftragt, teilte die ETH am Donnerstag mit. Es handelt sich um Peter Forstmoser, Professor für Rechtswissenschaften an der Uni Zürich und Verwaltungsratspräsident der Swiss Re.

Die Untersuchungen sollen klären, ob Frey durch seine privaten wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Tätigkeiten Verordnungen der ETH Zürich verletzt hat. Mitte August wurde dem ETH-Professor in den Medien vorgeworfen, für Anlagen beim Financier Behring geworben und ETH-Ressourcen genutzt zu haben, um seine privaten Akademien auszubauen.

Nun soll sich der Experte mit Fragen rund um die Errichtung der verschiedenen privaten Akademien Freys in der Schweiz, Deutschland und Österreich und mit seinen Finanzaktivitäten beschäftigen. Unterstützt wird Peter Forstmoser dabei von einer Revisionsgesellschaft, wie die ETH weiter schreibt.

Dieter Behring befindet sich immer noch in Untersuchungshaft. Der Basler Finanzmanager wird verdächtigt, tausende Anleger mit hohen Zinsversprechungen gelockt und um mehrere hundert Millionen Franken betrogen zu haben.

(sda)

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