Fall Armstrong: Vorwürfe gegen Schweizer Doping-Labor
Aktualisiert

Fall ArmstrongVorwürfe gegen Schweizer Doping-Labor

Die USADA erhebt schwere Vorwürfe gegen Martial Saugy, den Leiter des Schweizer Dopinganalysen-Labors in Lausanne. Er soll Lance Armstrong 2001 gesagt haben, wie EPO nachgewiesen wird.

USADA-Präsident Travis Tygart beschuldigte Saugy in der Sendung «60 Minutes Sports» des amerikanischen TV-Senders Showtime. Saugy soll bereits 2001, als bei der Tour de Suisse eine verdächtige Dopingprobe von Armstrong auftauchte, den Amerikaner mit Informationen zum EPO-Test beliefert haben.

Tygart erzählte dabei, Saugy habe 2010 während eines Nachtessens mit ihm zugegeben, dass er von der UCI 2002 den Befehl erhalten habe, Armstrong und US-Postal-Manager Johan Bruyneel zu treffen, um ihnen zu erklären, mit welcher Methode das Labor in Lausanne EPO nachweist.

Saugy schweigt

Martial Saugy äusserte sich bisher nicht zu den schweren Vorwürfen. Gegenüber dem Westschweizer Fernsehen RTS berief er sich auf seine «Loyalitätspflicht». Im letzten Oktober hatte der Leiter des Lausanner Doping-Labors öffentlich gemacht, dass ein Doping-Test von Armstrong an der Tour de Suisse 2001 ein verdächtiges Resultat ergeben habe. Gleichzeitig sagte er aber auch, dieser Test hätte niemals als positiv qualifiziert werden können - weder damals noch heute. (si)

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