Vreni Von Aesch: «Mein Mann war nicht in der Algarve»
Aktualisiert

Vreni Von Aesch: «Mein Mann war nicht in der Algarve»

Diverse Medienberichte behaupten seit Tagen, dass Urs Hans Von Aesch auch die kleine Madeleine in Portugal entführt haben könnte. Seine Witwe dementiert diese Gerüchte.

In einem Interview mit dem «Blick» meldet sich acht Tage nach seinem Selbstmord die Witwe des mutmasslichen Entführers der fünfjährigen Ylenia in Appenzell zu Wort. Sie hält sich allerdings bedeckt.

Frau Von Aesch wollte den Fall Ylenia nicht kommentieren: «Ich sage nichts zu den laufenden Untersuchungen.» Doch in Bezug auf die jüngsten Anschuldigungen gegen ihren Mann Urs Hans Von Aesch, er könnte etwas mit der Entführung der vierjährigen Madeleine McCann zu tun haben, gibt sie sich kategorisch: «Mein Mann war im Mai nicht an der portugiesischen Algarve.»

Terminkalender als Beweis

Frau Von Aesch versucht, ihren Mann von den schweren Vorwürfen, Madeleine McCann entführt zu haben, zu entlasten. Den Beleg soll die Agenda des Verstorbenen bieten: «Das beweist ein Terminkalender, den die Polizei beschlagnahmt hat.» Sie seien zwar einmal in der Algarve in den Ferien gewesen, aber das liege etwa zwölf Jahre zurück. Dass ihr Mann etwas mit dem Fall Madeleine zu tun haben könnte, bezeichnet sie als «völlig aus der Luft gegriffen.»

Von Ylenia fehlt weiterhin jede Spur

Polizeikräfte und Armee haben die Suche nach der vermissten Ylenia am Donnerstag bei strömendem Regen fortgesetzt. Hohe Wasserstände verhinderten allerdings die Suche in den Fliessgewässern. Von der Fünfeinhalbjährigen fehlte weiterhin jede Spur.

Starke Regenfälle verhindern die Suchaktion

Im Raum Oberbüren standen erneut rund 50 Polizeikräfte im Einsatz. Bei ihrer Suchaktion wurden sie wiederum von 110 Armeeangehörigen unterstützt, wie Polizei-Sprecher Hans Eggenberger auf Anfrage sagte. Sie konnten im Einsatzgebiet auch auf die Unterstützung aus der Luft durch den Armeehelikopter zählen. Taucher kamen am Donnerstagvormittag allerdings keine zum Einsatz. Denn wegen des Hochwassers wäre die Suche in den Flussläufen laut Eggenberger unverantwortlich. In stehenden Gewässern wäre der Einsatz bei entsprechenden Hinweisen jedoch denkbar.

Deine Meinung